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CHKDSK unter Windows 11: Laufwerk prüfen und reparieren

CHKDSK richtig nutzen: Laufwerk im Explorer oder in der Eingabeaufforderung prüfen, Parameter /f und /r verstehen, Systemlaufwerk prüfen und Ergebnis lesen.

📅 22.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,137 Wörter
PC Hardware Ratgeber
CNW Performance Lab 👁 2 Aufrufe

Datenträger prüfen mit CHKDSK: Fehler finden und reparieren

Mit CHKDSK prüfst du Dateisystem und Oberfläche von Festplatten und SSDs. Du erfährst, welche Parameter sinnvoll sind, wie du das Systemlaufwerk prüfst und wie du das Ergebnis liest.

Stürzt der Rechner mitten im Schreibvorgang ab oder wird ein USB-Laufwerk einfach abgezogen, kann das Dateisystem Fehler bekommen. Typische Folgen sind Dateien, die sich nicht mehr öffnen lassen, Ordner, die als leer erscheinen, oder ein Laufwerk, das Windows zur Prüfung auffordert. Das Programm CHKDSK (von „Check Disk“) gehört zu Windows und findet solche Fehler im Dateisystem. Es kann viele davon beheben und fehlerhafte Bereiche auf magnetischen Festplatten markieren.

CHKDSK ersetzt keine Datensicherung. Es repariert das Dateisystem, nicht die Hardware. Zeigt ein Laufwerk wiederholt Fehler, ist das ein Grund, zuerst die Daten zu sichern, wie im Beitrag Backup-Strategie für den PC beschrieben.

Weg 1: Prüfung im Datei-Explorer

  1. Öffne „Dieser PC“, klicke mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk und wähle „Eigenschaften“.
  2. Wechsle auf den Reiter „Tools“.
  3. Klicke unter „Fehlerüberprüfung“ auf „Prüfen“.
  4. Windows meldet, ob Fehler gefunden wurden. Mit „Laufwerk überprüfen“ startest du auch dann eine Prüfung, wenn keine Fehler angezeigt werden.

Dieser Weg ist bequem und genügt, wenn du nur nachsehen willst, ob das Laufwerk in Ordnung ist. Für Reparaturen und gründliche Prüfungen nutzt du die Eingabeaufforderung.

Weg 2: CHKDSK in der Eingabeaufforderung

Öffne das Startmenü, tippe cmd, klicke mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wähle „Als Administrator ausführen“. Danach nutzt du den Befehl in dieser Form: chkdsk C: /f. Statt C: setzt du den Buchstaben des Laufwerks ein.

BefehlWirkung
chkdsk C:Nur lesen und Bericht anzeigen, es wird nichts repariert
chkdsk C: /fBehebt gefundene Dateisystemfehler
chkdsk C: /rWie /f, sucht zusätzlich fehlerhafte Sektoren und versucht, lesbare Daten zu retten
chkdsk C: /scanOnline-Prüfung bei NTFS, das Laufwerk bleibt dabei nutzbar
chkdsk C: /xHängt das Laufwerk zuerst ab, bevor die Prüfung beginnt

Der Parameter /r schließt /f ein und dauert deutlich länger, weil jeder Sektor gelesen wird. Bei einer großen Festplatte können das mehrere Stunden sein.

Das Systemlaufwerk prüfen

Windows kann das Laufwerk C: nicht prüfen, solange es läuft. Gibst du chkdsk C: /f ein, fragt das Programm, ob die Prüfung beim nächsten Neustart ausgeführt werden soll. Bestätige mit J, starte den Rechner neu und lass die Prüfung vor dem Start von Windows durchlaufen. Unterbrich den Vorgang nicht und achte bei einem Laptop auf eine Stromquelle.

PowerShell als Alternative

In der PowerShell gibt es den Befehl Repair-Volume. Mit Repair-Volume -DriveLetter D -Scan prüfst du das Laufwerk D: im laufenden Betrieb. Mit Repair-Volume -DriveLetter D -OfflineScanAndFix wird das Laufwerk offline geprüft und repariert. Das Ergebnis entspricht der Arbeit von CHKDSK.

HDD und SSD: Was ist der Unterschied?

  • Bei einer magnetischen Festplatte kann /r defekte Sektoren aufspüren. Häufen sie sich, kündigt sich ein Hardwaredefekt an.
  • Bei einer SSD sind /f und /scan für das Dateisystem sinnvoll. Die Oberflächenprüfung mit /r ist hier weniger aussagekräftig, weil die SSD ihre Speicherzellen selbst verwaltet.
  • Den Zustand des Datenträgers selbst beurteilst du besser mit den SMART-Werten, wie im Beitrag SMART-Werte lesen beschrieben.

Das Ergebnis lesen

CHKDSK gibt am Ende eine Zusammenfassung aus. Sie nennt unter anderem die Größe des Laufwerks, Zahl der Dateien und Ordner und die Menge an Speicher, die als fehlerhaft markiert wurde. Steht dort, dass Windows das Dateisystem überprüft hat und keine Probleme gefunden wurden, ist alles in Ordnung. Nach einer Prüfung beim Neustart findest du den Bericht in der Ereignisanzeige unter „Windows-Protokolle“, „Anwendung“, Quelle „Chkdsk“ oder „Wininit“. Wie du die Ereignisanzeige liest, zeigt der Beitrag Windows-Ereignisanzeige lesen.

Wenn CHKDSK nicht hilft

  • Das Laufwerk wird als RAW angezeigt: CHKDSK kann dann nichts reparieren. Formatiere nicht, sondern sichere zuerst Daten mit Wiederherstellungssoftware, wie im Beitrag Gelöschte Dateien wiederherstellen beschrieben.
  • Die Prüfung bricht ab oder hängt: Das spricht für einen Hardwaredefekt oder ein schlechtes Kabel. Teste ein anderes Kabel und einen anderen Anschluss.
  • Fehler treten immer wieder auf: Tausche den Datenträger, bevor er ausfällt.

Beispiel: Laufwerk nach Stromausfall prüfen

Nach einem Stromausfall meldet Windows beim Start, dass ein Laufwerk überprüft werden muss. Lass die Prüfung laufen. Danach öffnest du die Eingabeaufforderung als Administrator und führst chkdsk D: /f aus, falls D: weiter Fehler zeigt. Wiederholen sich die Fehler nach einigen Tagen, sicherst du die Daten sofort und prüfst die SMART-Werte.

Checkliste

  1. Daten gesichert?
  2. Eingabeaufforderung als Administrator geöffnet?
  3. Passenden Parameter gewählt: /f für Dateisystem, /r für Oberfläche?
  4. Laptop am Netzteil?
  5. Bericht in der Ereignisanzeige gelesen?

Wann sich eine Prüfung lohnt

Eine Prüfung ist sinnvoll, wenn Windows selbst darauf hinweist, wenn Dateien plötzlich nicht mehr lesbar sind, wenn der Rechner nach einem Absturz ungewöhnlich lange beim Start braucht oder wenn Programme beim Zugriff auf ein Laufwerk Fehlermeldungen ausgeben. Ohne solche Anzeichen musst du das Laufwerk nicht vorsorglich prüfen. Die Fehlerüberprüfung läuft im Hintergrund mit, und Windows meldet sich, wenn es Handlungsbedarf sieht.

CHKDSK bei externen Laufwerken und USB-Sticks

Auch externe Festplatten und USB-Sticks lassen sich prüfen. Gib dazu den Buchstaben des Laufwerks an, zum Beispiel chkdsk E: /f. Diese Laufwerke bekommen besonders oft Fehler, weil sie ohne „Hardware sicher entfernen“ abgezogen werden. Nutze daher das Symbol in der Taskleiste, bevor du ein Laufwerk abziehst, und warte, bis die Meldung erscheint, dass die Entfernung sicher ist. Wird ein USB-Laufwerk gar nicht erst angezeigt, hilft CHKDSK nicht; in diesem Fall sind Kabel, Anschluss und Datenträgerverwaltung die ersten Anlaufstellen.

Die Prüfung beim Start abbrechen oder verschieben

Hast du die Prüfung für den nächsten Start geplant und möchtest sie nicht, zeigt Windows beim Hochfahren einen Countdown, in dem du mit einer Taste abbrechen kannst. Die Planung bleibt jedoch bestehen, solange das Laufwerk als fehlerhaft markiert ist. Lass die Prüfung deshalb möglichst einmal komplett durchlaufen, damit die Markierung verschwindet.

Häufige Fragen

Wie lange dauert CHKDSK?

Eine Dateisystemprüfung mit /f dauert bei einer SSD oft nur Minuten. Mit /r kann es bei einer großen Festplatte Stunden dauern.

Darf ich CHKDSK unterbrechen?

Besser nicht. Ein Abbruch mitten in einer Reparatur kann das Dateisystem weiter beschädigen. Lass die Prüfung zu Ende laufen.

Löscht CHKDSK Dateien?

Es kann beschädigte Dateifragmente als Dateien im Wurzelverzeichnis ablegen. Normale Daten bleiben erhalten.

Muss ich CHKDSK regelmäßig ausführen?

Nein. Windows prüft Fehler im laufenden Betrieb selbst. Setze CHKDSK ein, wenn Probleme auftreten.

Dateisystem prüfen, Daten sichern

Prüfe bei Auffälligkeiten zuerst das Dateisystem und kontrolliere den Zustand des Datenträgers.

Zum PC-Konfigurator SMART-Werte lesen SSD-Gesundheit prüfen

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