Daten auf den neuen PC übertragen: Windows-Sicherung
Daten vom alten auf den neuen PC übertragen: Ablauf der Windows-Sicherung, Voraussetzungen und was nicht mitkommt, plus Alternativen und Checkliste.
Daten vom alten auf den neuen PC übertragen: Was die Windows-Sicherung kann und was nicht
Dateien lassen sich per Windows-Sicherung über das Netzwerk umziehen. Programme und Passwörter kommen dabei nicht mit. Wir zeigen Ablauf, Voraussetzungen und Alternativen. Einen neuen PC planst du im PC-Konfigurator.
Ein neuer Rechner zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel ist schnell ausgepackt. Mühsamer ist der Umzug: Fotos, Dokumente und Einstellungen sollen vom alten Gerät mit. Wir stützen uns auf einen Beitrag von GameStar (Martin Brinkmann, 23.07.2025), der die Windows-Sicherung als Umzugsweg beschreibt. Der Beitrag zeigt nur diese eine Methode. OneDrive, externe Festplatten und Zusatzprogramme behandelt er hier nicht. Eigene Tests haben wir nicht gemacht. Eigene Einschätzung ist markiert.
Die Methode: „Informationen auf einen neuen PC übertragen“
In der Windows-Sicherung-App gibt es laut Quelle die Option „Informationen auf einen neuen PC übertragen“. So läuft sie ab:
- Öffne die Windows-Sicherung über das Startmenü und wähle die Option auf beiden PCs.
- Koppele die Geräte: Gib den angezeigten Namen des anderen PCs und anschließend einen Sicherheitscode ein.
- Wähle die Daten aus, die übertragen werden sollen. Windows zeigt den Speicherbedarf der einzelnen Ordner und insgesamt an.
- Starte den Transfer.
Voraussetzungen
- Auf dem alten PC sind die neuesten kumulativen Updates für Windows 10 oder 11 installiert.
- Beide PCs befinden sich im selben Netzwerk.
- Der neue PC läuft mit Windows 11 in Version 24H2 oder neuer.
Was nicht übertragen wird
| Nicht übertragen | Folge für dich |
|---|---|
| Systemdateien | Windows selbst bleibt auf dem neuen PC, wie es ist |
| Installierte Programme | Du installierst sie neu |
| Kennwörter und Anmeldeinformationen | Du meldest dich neu an; ein Passwort-Manager erleichtert das |
| OneDrive-Dateien | Sie kommen über OneDrive selbst auf den neuen PC |
| Dateien auf BitLocker-Laufwerken | Hier brauchst du einen anderen Weg |
| ARM-Architektur | Wird laut Quelle nicht unterstützt |
Das bedeutet in der Praxis: Der Umzug deckt Dateien und Teile der Einstellungen ab, aber nicht die Software. Eine Liste der installierten Programme vor dem Umzug zu schreiben, ist deshalb sinnvoll. Das ist unser Rat. Passwörter und Zugänge ziehst du am besten über einen Passwort-Manager um, siehe Passwort-Manager, Passkeys und 2FA.
Historischer Hinweis zu Windows Easy Transfer
Die Quelle erinnert an Windows EasyTransfer, das inzwischen eingestellt ist und ein spezielles Kabel, das Netzwerk oder externe Datenträger nutzte. Das ist nicht die aktuelle Methode. Wenn dir ältere Anleitungen im Netz begegnen, die dieses Werkzeug nennen, sind sie überholt.
Alternativen, wenn die Methode nicht passt (eigene Einschätzung)
- Externe SSD oder Festplatte: Dateien auf dem alten PC kopieren, am neuen einspielen. Das Format wählst du passend, siehe exFAT, NTFS oder FAT32 und Externe SSD oder Festplatte kaufen.
- Cloud-Speicher: Praktisch bei kleineren Datenmengen, aber abhängig von Konto und Datenvolumen.
- Laufwerk ausbauen oder klonen: Möglich, wenn du die komplette Systemplatte umziehen willst, siehe Windows auf neue SSD umziehen.
Welche Variante passt, hängt von Datenmenge, Netzwerk und Zeit ab. Für wenige Dokumente und Fotos reicht oft ein Stick. Für ganze Sammlungen ist das Netzwerk bequemer, wenn beide Geräte laufen.
Vor dem Umzug: Checkliste
- Sichere alles Wichtige zusätzlich auf einem getrennten Datenträger, siehe Backup-Strategie mit 3-2-1-Regel.
- Aktualisiere den alten PC mit den letzten Updates.
- Notiere installierte Programme und Lizenzschlüssel.
- Prüfe, ob Dateien in OneDrive oder auf verschlüsselten Laufwerken liegen.
- Richte den neuen PC ein; Hinweise liefern Checkliste: neuer Gaming-PC einrichten und Windows 11 ohne Microsoft-Konto einrichten.
Nach dem Umzug
- Kontrolliere stichprobenartig, ob Dokumente, Fotos und Ordner vollständig angekommen sind.
- Installiere Programme neu und melde dich an.
- Behalte den alten PC einige Wochen unverändert, bis du sicher bist, dass nichts fehlt.
- Wenn du den alten PC verkaufen willst, lösche die Daten sicher, siehe Alten PC verkaufen: Daten sicher löschen.
Grenzen dieses Beitrags
- Die Quelle beschreibt nur eine Methode.
- Menüs und Anforderungen können sich mit Windows-Versionen ändern; prüfe sie auf deinem System.
- Zu Netzwerkgeschwindigkeit und Dauer macht die Quelle keine Angaben.
- Wir haben den Umzug nicht selbst durchgeführt.
Programme und Zugänge nicht vergessen (eigene Einschätzung)
Da Programme nicht mitkommen, lohnt eine einfache Bestandsaufnahme. Auf dem alten PC findest du unter „Einstellungen“, „Apps“ die Liste der installierten Anwendungen. Notiere dir, welche du wirklich brauchst, und streiche den Rest. Bei kostenpflichtiger Software brauchst du Lizenzschlüssel oder Kontodaten; suche sie heraus, bevor du den alten PC leerst. Spiele aus Launchern wie Steam lädst du auf dem neuen PC erneut herunter, ihre Daten liegen meist im Konto. Welche Daten das im Einzelfall betrifft, hängt vom Spiel ab; die Quelle sagt dazu nichts.
- Browser: Lesezeichen und Passwörter synchronisierst du über das Konto des Browsers oder exportierst sie.
- E-Mail: Prüfe, ob dein Programm Konten per Anmeldung wiederherstellt oder lokale Ordner nutzt, die du mitnehmen musst.
- Spiele: Spielstände liegen teils lokal, teils in der Cloud; schau in die Einstellungen des jeweiligen Spiels.
- Lizenzen: Notiere Schlüssel und Kontodaten, bevor du etwas löschst.
Wie lange dauert der Umzug? Eine Beispielrechnung
Die Quelle nennt keine Dauer. Eine einfache Rechnung hilft bei der Planung: Wenn du 200 GB überträgst und das Netzwerk im Schnitt 50 MB pro Sekunde schafft, dauert es rund 4.000 Sekunden, also etwa eine Stunde und 7 Minuten. Bei 25 MB pro Sekunde wären es das Doppelte. Die Werte sind angenommen und keine Messung. Bei vielen kleinen Dateien kann der Transfer länger dauern, weil jede Datei einzeln verarbeitet wird. Das ist unsere Erfahrungsannahme.
Lass beide PCs in dieser Zeit am Strom und deaktiviere den automatischen Ruhezustand, damit der Transfer nicht abbricht. Wie du Energie- und Ruhezustands-Einstellungen findest, zeigt Standby, Ruhezustand und Herunterfahren.
Sicherheit beim Umzug (eigene Einschätzung)
Ein Umzug über das Netzwerk setzt voraus, dass beide PCs sich vertrauen. Nutze dafür dein privates Heimnetz und nicht ein öffentliches WLAN, und prüfe den angezeigten Namen und den Sicherheitscode sorgfältig, bevor du sie bestätigst. Wenn auf dem alten Gerät sensible Daten liegen, etwa Steuerunterlagen oder Passwortlisten, kontrolliere nach dem Umzug, dass sie nur dort liegen, wo du sie haben willst.
Häufige Fragen
Werden meine Programme mit übertragen?
Nein, laut Quelle nicht. Du installierst sie auf dem neuen PC neu.
Brauche ich ein Kabel?
Nein, beide PCs müssen laut Quelle im selben Netzwerk sein. Das alte Kabelwerkzeug Windows EasyTransfer ist eingestellt.
Was ist mit OneDrive-Dateien?
Sie werden laut Quelle nicht übertragen und kommen über OneDrive auf das neue Gerät.
Dateien ja, Programme nein
Plane den Umzug so, dass du Programme, Zugänge und Daten getrennt betrachtest.