DNS-Server wechseln: Cloudflare, Quad9, Google am PC und Router
DNS-Server wechseln: Wie du Cloudflare, Quad9 oder Google in Windows 11 und im Router einträgst, was DoH bringt und wie du sicher zurückwechselst.
DNS-Server wechseln: Cloudflare, Quad9 oder Google, am PC oder am Router
Der DNS-Server entscheidet, wie schnell Webseiten aufgelöst werden und wer mitliest, welche du aufrufst. Wir zeigen, wie du ihn in Windows 11 und im Router wechselst und was dabei zu beachten ist. Deinen PC planst du im PC-Konfigurator.
Wenn Webseiten zäh laden oder bestimmte Seiten nicht erreichbar sind, liegt es manchmal am DNS-Server deines Providers. Wir stützen uns auf einen Beitrag von schieb.de zum DNS-Wechsel (erstmals veröffentlicht am 27. Juli 2017, zuletzt aktualisiert am 2. April 2026). Die Angaben zu Datenschutz der Anbieter stammen aus diesem Beitrag und können sich ändern; lies vor einer Entscheidung die aktuellen Datenschutzhinweise des gewählten Anbieters. Eigene Einschätzung ist markiert. Wir haben den Wechsel nicht an einem Rechner nachgestellt und keine Geschwindigkeiten gemessen.
Was DNS macht
DNS-Server übersetzen lesbare Domainnamen in IP-Adressen; schieb.de nennt sie das „Telefonbuch des Internets“. Jedes Mal, wenn du eine Webseite aufrufst, fragt dein Gerät zuerst einen DNS-Server. Standardmäßig ist das der Server deines Internetanbieters, der über den Router verteilt wird. Dieser Server sieht damit, welche Domains du aufrufst (eigene Schlussfolgerung aus der Funktionsweise).
Warum ein Wechsel sinnvoll sein kann
- Nach schieb.de sind DNS-Server von Providern oft langsam, fallen aus oder blockieren Seiten.
- Alternative Anbieter versprechen schnellere Auflösung, bessere Verfügbarkeit, Schutz vor Schadsoftware und teils Werbeblockierung.
- Verschlüsselte Anfragen (DoH oder DoT) verhindern laut Beitrag, dass Provider oder Dritte mitlesen, welche Seiten du besuchst.
Beachte (eigene Einschätzung): Der DNS-Wechsel beschleunigt nicht den eigentlichen Download. Er verkürzt allenfalls die Zeit, bis eine Seite zu laden beginnt. Wenn dein Netz insgesamt langsam ist, helfen eher die Tipps in WLAN langsam: Ursachen und Lösungen.
Die genannten DNS-Anbieter
| Anbieter | IPv4-Adressen | Hinweis laut schieb.de |
|---|---|---|
| Cloudflare | 1.1.1.1 und 1.0.0.1 | Protokolliert laut Beitrag keine persönlichen Daten und löscht Logs nach 24 Stunden |
| Quad9 | 9.9.9.9 und 149.112.112.112 | Blockiert bekannte Malware-, Phishing- und Spam-Domains |
| 8.8.8.8 und 8.8.4.4 | Sammelt laut Beitrag Nutzungsdaten für eigene Zwecke | |
| OpenDNS | 208.67.222.222 und 208.67.220.220 | Keine weiteren Angaben im Beitrag |
Der Beitrag nennt auch IPv6-Adressen für Cloudflare, Quad9 und Google. Wer IPv6 nutzt, trägt sie zusätzlich ein. Die Aussagen zum Datenschutz sind Behauptungen der Quelle; wir haben sie nicht geprüft. Wenn dir Datenschutz wichtig ist, prüfe die Angaben der Anbieter selbst.
Anleitung für Windows 11
- Drücke Win+R, gib ncpa.cpl ein und bestätige mit OK.
- Doppelklicke auf deine Netzwerkverbindung, etwa WLAN, und wähle Eigenschaften.
- Markiere „Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4)“ und klicke erneut auf Eigenschaften.
- Aktiviere „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“ und trage die Adressen des gewünschten Anbieters ein; für IPv6 gilt dasselbe bei TCP/IPv6.
- Für verschlüsselte Anfragen: In Windows 11 unter Netzwerk und Internet, Erweiterte Netzwerkeinstellungen, DNS-Servereinstellungen DoH aktivieren.
- Teste die Auflösung in der Eingabeaufforderung mit nslookup google.com.
Die Schritte nennt schieb.de für Windows 10 und 11. Menüs können sich unterscheiden; merke dir die alten Einstellungen (meist „automatisch“), damit du zurückwechseln kannst (eigene Empfehlung).
Im Router ändern: Alle Geräte auf einmal
Laut schieb.de ändert man die DNS-Einstellungen im Router-Menü, danach nutzen alle Geräte im Netzwerk die neuen Server. Das ist praktisch für Smartphones, Fernseher und Konsolen, bei denen sich die Einstellung am Gerät schwer ändern lässt. Wie du dein Router-Menü findest und die Grundeinstellungen sicher wählst, zeigt Fritzbox einrichten. Die Menübezeichnungen unterscheiden sich je nach Modell und Firmware; wir nennen deshalb keine festen Pfade. Beachte zudem, dass Geräte mit eigener Einstellung den Router-DNS ignorieren können (eigene Kenntnis).
PC oder Router: Was passt zu dir? (eigene Einschätzung)
| Variante | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Am PC | Schnell einzurichten, betrifft nur dieses Gerät; DoH ist unter Windows 11 direkt einstellbar | Andere Geräte bleiben beim alten DNS |
| Am Router | Gilt für alle Geräte im Heimnetz | Router-Menü ist je nach Modell verschieden; bei Ausfall ist das ganze Netz betroffen |
| Beides | Maximale Kontrolle | Mehr Aufwand, Fehlersuche komplizierter |
Wenn etwas nicht klappt
- Seiten laden nicht mehr: Setze die Einstellung zurück auf „automatisch“ und prüfe, ob das Problem verschwindet.
- Einzelne Seiten sind blockiert: Ein Anbieter mit Filter kann Domains sperren, etwa bei bekannten Phishing-Seiten; probiere einen anderen Anbieter.
- Firmennetz oder Schule: Verwaltete Geräte verbieten solche Änderungen oft; frage die IT.
- VPN aktiv: Ein VPN nutzt meist eigene DNS-Server; wie das zusammenhängt, steht in VPN im öffentlichen WLAN.
Grenzen von DNS-Filtern und Sicherheit
Ein DNS-Server mit Filter kann bekannte schädliche Domains blocken, ersetzt aber keinen Virenschutz und keine Aufmerksamkeit. Phishing-Mails nutzen oft frisch registrierte Domains, die noch auf keiner Liste stehen. Wie du solche Mails erkennst, beschreibt Phishing-Mails erkennen; zum Schutz des Rechners siehe Reicht der Microsoft Defender?.
Beispiel: Vom Provider-DNS zu einem Filter-DNS (angenommen)
Angenommen, du willst deinen Haushalt mit einem DNS-Server schützen, der bekannte Schadseiten blockt. Du trägst die Adressen im Router ein, startest Geräte neu und prüfst mit nslookup, ob die Auflösung klappt. Einige Tage später bemerkst du, dass eine bestimmte Seite nicht mehr lädt. Du testest zum Vergleich einen anderen DNS-Server und entscheidest, ob die Seite harmlos ist. Das Beispiel ist erdacht.
Checkliste
- Welche DNS-Einstellung hast du aktuell notiert?
- Welchen Anbieter willst du nutzen, und welche Datenschutzangaben gelten?
- Willst du es am PC, im Router oder beides ändern?
- Hast du IPv4 und gegebenenfalls IPv6 eingetragen?
- Hast du die Auflösung getestet?
- Weißt du, wie du die Änderung rückgängig machst?
Grenzen dieses Beitrags
- Hauptquelle ist ein einzelner Beitrag; Datenschutzangaben der Anbieter haben wir nicht geprüft.
- Wir haben keine Geschwindigkeiten gemessen.
- Aussagen zu Router-Menüs, Filtern und Geräten mit eigener Einstellung sind eigene Kenntnis.
- Wir empfehlen keinen Anbieter.
Wann du den DNS nicht ändern solltest (eigene Einschätzung)
In Firmen-, Schul- und Uninetzen nutzt der Arbeitgeber oft eigene DNS-Server, um interne Adressen aufzulösen. Ein Wechsel kann dann den Zugriff auf interne Dienste stören. Auch bei Jugendschutzfiltern im Router oder bei Sperrlisten des Providers ändert ein anderer DNS-Server das Verhalten; prüfe, ob du diese Funktion noch brauchst, bevor du wechselst. Wenn alles gut läuft, gibt es keinen Grund, etwas zu ändern.
Häufige Fragen
Macht ein anderer DNS-Server mein Internet schneller?
Er kann die Auflösung von Domains beschleunigen, ändert aber nicht deine Bandbreite.
Was ist DoH?
DNS über HTTPS verschlüsselt die Anfragen, sodass Dritte laut schieb.de nicht mitlesen, welche Seiten du besuchst; in Windows 11 lässt es sich in den DNS-Servereinstellungen aktivieren.
Sollte ich DNS im Router oder am PC ändern?
Im Router gilt es für alle Geräte, am PC nur für dieses Gerät.
Erst notieren, dann ändern
Wer die alte Einstellung kennt, kann jeden DNS-Wechsel in Sekunden zurücknehmen.