Gerätemanager: Gelbes Ausrufezeichen, Code 10, 28 und 43
Gerätemanager unter Windows 11: gelbes Ausrufezeichen verstehen, Fehlercodes 10, 28 und 43 deuten, unbekanntes Gerät per Hardware-ID finden und Treiber beheben.
Gelbes Ausrufezeichen verstehen und beheben
Im Gerätemanager zeigt Windows, welche Hardware erkannt wurde und ob sie funktioniert. Ein gelbes Dreieck, ein unbekanntes Gerät oder ein Fehlercode wie 10, 28 oder 43 deuten auf ein Problem. Hier lernst du, die Meldungen zu lesen, die richtige Ursache zu finden und das Gerät wieder zum Laufen zu bringen.
Die Beschreibung gilt für Windows 11 und läuft unter Windows 10 fast gleich. Du brauchst ein Administratorkonto.
Auf einen Blick: Fehler im Gerätemanager
- Öffnen: Rechtsklick auf Start, „Geräte-Manager“.
- Gelbes Dreieck: Treiber fehlt, ist fehlerhaft oder das Gerät startet nicht.
- Code lesen: Doppelklick auf das Gerät, Registerkarte „Allgemein“.
- Unbekanntes Gerät: Über die Hardware-ID das Gerät finden.
- Reihenfolge: Neustart, Treiber, Zurücksetzen, Hersteller, Hardware prüfen.
Gerätemanager öffnen und lesen
Klicke mit der rechten Maustaste auf die Start-Schaltfläche und wähle „Geräte-Manager“. Alternativ drückst du Win+R und gibst devmgmt.msc ein. Die Liste ist nach Kategorien geordnet, etwa Grafikkarten, Audio, Netzwerkadapter und USB-Controller. Klappe die Gruppen mit dem Pfeil auf. Ein Gerät mit Problem öffnet die Gruppe oft von selbst. Doppelklick auf einen Eintrag zeigt Status, Treiber und Ereignisse.
Symbole und ihre Bedeutung
| Symbol | Bedeutung | Was du tust |
|---|---|---|
| Gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen | Das Gerät hat ein Problem oder keinen passenden Treiber | Fehlercode lesen, Treiber prüfen |
| Pfeil nach unten | Das Gerät ist deaktiviert | Rechtsklick, „Gerät aktivieren“ |
| Rotes Kreuz | Gerät deaktiviert oder nicht erreichbar (ältere Windows-Versionen) | Aktivieren, Verbindung prüfen |
| Fragezeichen oder „Unbekanntes Gerät“ | Windows kennt das Gerät nicht | Hardware-ID auslesen |
| Kein Symbol | Alles in Ordnung | Nichts tun |
Ein Symbol sagt noch nichts über die Ursache. Erst der Fehlercode im Fenster der Eigenschaften führt dich zur Lösung.
Die häufigsten Fehlercodes
| Code | Meldung | Typische Ursache und Hilfe |
|---|---|---|
| Code 10 | Das Gerät kann nicht gestartet werden | Treiber defekt oder Gerät nicht erreichbar. Treiber neu installieren, Kabel und Anschluss prüfen. |
| Code 28 | Die Treiber sind nicht installiert | Kein Treiber vorhanden. Über Windows Update oder Hersteller installieren. |
| Code 31 | Das Gerät funktioniert nicht richtig | Treiber lädt nicht. Aktualisieren oder zurücksetzen. |
| Code 43 | Windows hat das Gerät beendet, weil es Probleme gemeldet hat | Oft Hardware, Stromversorgung oder Treiber. Bei USB anderen Port testen. |
| Code 45 | Das Gerät ist nicht mehr angeschlossen | Gerät wieder anschließen. Meldung verschwindet. |
| Code 22 | Das Gerät ist deaktiviert | Rechtsklick, aktivieren. |
| Code 52 | Windows kann die digitale Signatur nicht prüfen | Signierter Treiber nötig. Neuen Treiber des Herstellers laden. |
Die Zuordnung ist ein Richtwert, derselbe Code kann mehrere Gründe haben. Teste immer in kleinen Schritten.
Unbekanntes Gerät identifizieren
Ein „Unbekanntes Gerät“ bedeutet, dass Windows keinen Treiber findet. Oft steckt ein Chipsatz-Baustein, ein Kartenleser, ein Sensor oder eine Zusatzfunktion eines Notebooks dahinter. Prüfe zuerst, ob Windows Update den Treiber nachliefert. Öffne „Einstellungen“, „Windows Update“, „Erweiterte Optionen“, „Optionale Updates“ und installiere Treiber-Vorschläge. Hilft das nicht, identifiziere das Gerät über die Hardware-ID.
Hardware-ID nachschlagen
- Doppelklick auf das unbekannte Gerät.
- Wechsle zur Registerkarte „Details“.
- Wähle bei „Eigenschaft“ den Eintrag „Hardware-IDs“.
- Notiere die oberste Zeile, zum Beispiel PCI\VEN_8086&DEV_A0EF.
- Suche im Internet nach der Kombination aus VEN (Hersteller) und DEV (Gerät).
- Lade den Treiber nur von der Seite des Geräte- oder Notebook-Herstellers.
Verwende keine Treiber-Sammelseiten, die „Treiber-Scanner“ anbieten. Sie bringen oft Werbung oder unerwünschte Software mit. Besser ist die Seite des Herstellers deines PCs oder Mainboards, dort findest du Chipsatz, LAN, Audio und weitere Treiber gebündelt.
Treiber installieren und zurücksetzen
- Aktualisieren: Rechtsklick, „Treiber aktualisieren“, „Automatisch suchen“. Ausführlich in Treiber aktualisieren.
- Zurücksetzen: Hat das Problem nach einem Update begonnen, wähle „Eigenschaften“, „Treiber“, „Vorheriger Treiber“. Die Anleitung steht in Treiber zurücksetzen.
- Deinstallieren und neu starten: Rechtsklick, „Gerät deinstallieren“, mit Haken bei „Treiber löschen“, falls angeboten. Nach dem Neustart installiert Windows das Gerät neu.
- Manuell aus Datei: „Treiber suchen“, „Auf meinem Computer suchen“, den entpackten Ordner wählen.
Bei Grafikkarten gibt es eine eigene Methode, siehe Grafiktreiber sauber neu installieren. Erstelle vor größeren Änderungen einen Wiederherstellungspunkt, siehe Wiederherstellungspunkt erstellen.
Chipsatz und Systemgeräte
Viele unbekannte Geräte gehören zum Chipsatz, also zum Mainboard. Dazu zählen Management-Engine, SMBus, Serielle E/A und Energieverwaltung. Installiere die Chipsatz-Treiber des Mainboard- oder Notebook-Herstellers, dann verschwinden die Einträge meist. Auf Notebooks liefert der Hersteller oft ein Paket mit Hotkeys, Energiemanagement und Sensoren. Fehlt es, funktionieren Tasten oder Helligkeit nicht richtig. Nach der Neuinstallation von Windows ist das ein typischer Fall, siehe auch Neuer PC: Ersteinrichtung.
Ausgeblendete und alte Geräte
Im Menü „Ansicht“ wählst du „Ausgeblendete Geräte anzeigen“. Dort tauchen alte Treiber und frühere USB-Geräte auf, die schwach grau dargestellt sind. Sie können Konflikte verursachen, etwa doppelte Netzwerkadapter oder COM-Ports. Deinstalliere nur Einträge, die du sicher als alt erkennst. Systemgeräte lässt du in Ruhe. Bei Druckern hilft das Löschen des Treiberpakets, siehe Druckertreiber entfernen.
USB-Geräte mit Fehler
Bei „USB-Gerät nicht erkannt“ oder Code 43 teste einen anderen Anschluss direkt am Mainboard statt an einem Hub, ein anderes Kabel und einen anderen Rechner. Die Ursachen und Lösungen für wiederholte Trennungen stehen in USB-Gerät trennt sich ständig. Prüfe auch, ob ein Stick wie in Externe Festplatte nicht erkannt ein Problem mit dem Laufwerksbuchstaben hat statt mit dem Treiber.
Energiesparoptionen prüfen
Windows schaltet manche Geräte zur Energieeinsparung ab. Öffne die Eigenschaften eines USB-Hubs oder Netzwerkadapters und wechsle zur Registerkarte „Energieverwaltung“. Entferne den Haken bei „Der Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“. Das hilft bei Geräten, die nach dem Ruhezustand verschwinden. In den Energieoptionen findest du außerdem die Einstellung „USB selective suspend“, siehe Energieoptionen unter Windows 11.
BIOS und Windows-Update
Bei Geräten, die fest im Rechner stecken, kann ein BIOS-Update Probleme beheben, etwa bei Sensoren oder PCIe-Karten. Ein Update birgt Risiken. Lies die Hinweise des Herstellers und trenne das Gerät während der Aktualisierung nicht vom Strom. Außerdem lohnt ein Blick in die Windows-Update-Historie: Wenn der Fehler nach einem Update begann, hilft das Deinstallieren des Updates oder der Rollback. Bei Blockaden durch Bluescreens helfen die Hinweise in Bluescreen Ursache finden.
Wann die Hardware defekt ist
- Code 43 bleibt trotz neuem Treiber, anderem Kabel und anderem Port.
- Das Gerät wird auf einem zweiten Rechner ebenfalls nicht erkannt.
- Das Gerät wird heiß, riecht oder hat sichtbare Schäden.
- Eine PCIe-Karte verschwindet nach dem Umstecken in einen anderen Steckplatz nicht von der Fehlerliste.
- Fehler treten nur unter Last auf, besonders bei Grafikkarten. Prüfe dann Netzteil und Temperatur.
Wenn alle Schritte erfolglos bleiben, ist ein Austausch oder eine Garantieabwicklung der nächste Schritt. Eine Übersicht über typische Fehlerquellen und Wege liefert Windows-Fehler nach Problemtyp.
Häufige Fragen
Muss ich alle gelben Dreiecke beheben?
Nur, wenn die zugehörige Funktion fehlt. Manche Einträge betreffen Hardware, die du nicht nutzt. Sie schaden aber nicht.
Sind Treiber-Updater-Programme sinnvoll?
Meist nicht. Nutze Windows Update und die Seite des Herstellers. Fremde Tools installieren gelegentlich falsche Treiber.
Was bedeutet „Treiber löschen“ beim Deinstallieren?
Windows entfernt dann auch die Treiberdateien aus dem Speicher. Bei Problemen ist das oft die sauberere Variante.
Warum kommt das Gerät nach dem Neustart wieder?
Windows erkennt angeschlossene Hardware beim Start neu und installiert sie. Das ist gewollt und hilft bei der Reparatur.
Code lesen, Reihenfolge einhalten
Starte mit dem Fehlercode, prüfe Treiber und Anschluss und gehe erst danach an BIOS oder Hardware. So findest du die Ursache schneller.
Zum PC-Konfigurator Treiber aktualisieren Treiber zurücksetzen
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei die erste Person, die etwas zu diesem Beitrag schreibt.
Schreibe einen Kommentar
Zum Kommentieren benötigst du ein kostenloses Konto. Registriere dich einfach und bestätige deine E-Mail-Adresse über den zugesendeten Link. Anschließend kannst du direkt hier mitdiskutieren.