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Resizable BAR aktivieren: Was SAM bringt und wie du es einschaltest

Resizable BAR und SAM erklärt: Voraussetzungen, Aktivierung im BIOS mit Above 4G Decoding und ehrliche Einschätzung, wie viel FPS es wirklich bringt.

📅 18.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,076 Wörter
FPS & Performance
CNW Performance Lab 👁 4 Aufrufe

Moderne Plattform für Resizable BAR

Im PC-Konfigurator kombinierst du Grafikkarte, Prozessor und Mainboard so, dass die Funktion unterstützt wird.

Im BIOS taucht eine Option mit dem Namen „Resizable BAR“ auf, und in den Grafikkarten-Tests liest du Hinweise wie „mit SAM aktiviert“. Was steckt dahinter, bringt es Leistung, und wie schaltest du es ein, ohne dass Windows nicht mehr startet? Dieser Ratgeber erklärt Resizable BAR (kurz ReBAR) und die Variante von AMD, Smart Access Memory (SAM), die Voraussetzungen, die Aktivierung im BIOS und die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Unsere Quellen sind zeitlich weit auseinander: ein Test von PC Games Hardware vom 11.01.2021 (damals noch Beta-BIOS und nur Radeon-Karten) und ein Microsoft-Community-Thread aus Oktober 2024, zuletzt aktualisiert im Juli 2025. Der Thread ist ein Nutzerfall mit Antworten anderer Nutzer und keine offizielle Dokumentation. Aktuelle Karten und Boards unterstützen die Funktion inzwischen breiter. Was wir aus eigenem Wissen ergänzen, ist markiert. Die allgemeine Einrichtung des BIOS erklärt BIOS richtig einstellen.

Was Resizable BAR ist

Normalerweise darf der Prozessor den Grafikspeicher nur in kleinen Häppchen ansprechen. PC Games Hardware beschreibt ein Fenster von 256 MiB. Mit Resizable BAR kann die CPU den gesamten Grafikspeicher auf einmal adressieren, was mehrere Kopiervorgänge sparen und das Streamen von Daten beschleunigen kann. AMD nennt dieselbe Technik Smart Access Memory. PCGH bezeichnet beides als technisch identisch. Die Fachwelt diskutiert die Details der Umsetzung, im Forum zum Artikel gab es Streit darüber, wie genau die Funktion unter Windows arbeitet. Für die Praxis genügt: Die Funktion ist ein Schalter im BIOS plus Unterstützung durch Grafikkarte und Treiber.

Bringt Resizable BAR mehr FPS?

Die ehrliche Antwort: manchmal, und meist wenig. PC Games Hardware testete 2021 fünf Spiele mit einer Radeon RX 6800 XT und drei CPU- und RAM-Profilen. Nur Assassin’s Creed Valhalla zeigte einen klaren Gewinn bei den Frametimes, besonders mit schneller CPU und schnellem RAM. In den anderen Titeln war der Zuwachs gering, bei Horizon Zero Dawn gab es keinen. Manche Frametimes wurden sogar schlechter, was die Autoren nicht erklären konnten. Sie nannten das Ergebnis „ernüchternd“. Ein weiterer Befund: PCIe 4.0 mit Resizable BAR war nicht besser als PCIe 3.0. Konkrete Prozentwerte stehen im Text nicht, nur in Diagrammen, die wir nicht vorliegen haben. Diese Messungen sind über fünf Jahre alt. Spiele, Treiber und Karten haben sich seitdem verändert. Unsere Einschätzung: Der Nutzen hängt vom Spiel ab, ein Wunder darfst du nicht erwarten. Wer die Einstellung ohnehin sauber hinbekommt, sollte sie testen.

Voraussetzungen

VoraussetzungWas die Quellen sagen
GrafikkarteLaut Microsoft-Thread (Nutzerantwort): NVIDIA RTX 30 oder neuer, AMD RX 6000 oder neuer. 2021 waren bei PCGH nur Radeon-Karten offiziell unterstützt.
ProzessorLaut Thread: AMD Ryzen 3000/5000 oder Intel 10./11. Generation oder neuer. Bei SAM verlangte AMD damals Zen 3.
Mainboard-BIOSEin BIOS mit ReBAR-Unterstützung, laut Thread auf den neuesten Stand gebracht
StartmodusUEFI mit GPT, CSM deaktiviert. Windows im alten MBR-Modus muss neu installiert werden (PCGH)
TreiberAktuelle Grafiktreiber (eigener Hinweis)

Die Liste im Microsoft-Thread ist allgemein gehalten und nicht von Microsoft geprüft. Prüfe die Unterstützung deiner Kombination in den Datenblättern von Karte und Mainboard. Welche CPU zu welchem Board passt, steht in CPU-Generationen und Sockel.

Schritt 1: Status prüfen

  • Laut PCGH zeigt der Geräte-Manager unter der Grafikkarte, Reiter „Ressourcen“, einen Eintrag „Großer Speicherbereich“ (englisch „Large Memory Range“), wenn die Funktion aktiv ist.
  • Im Microsoft-Thread wird das Programm GPU-Z genannt, das anzeigt, ob Resizable BAR unterstützt und aktiv ist.
  • Die Treiber-Oberflächen von NVIDIA und AMD zeigen den Status ebenfalls an (eigener Hinweis, Menüs ändern sich).

Schritt 2: Im BIOS aktivieren

Der Thread beschreibt als Nutzerantwort diese Reihenfolge, PCGH nennt dieselben Schalter:

  1. BIOS aufrufen und CSM deaktivieren (Boot-Reiter). Der Startmodus muss UEFI sein.
  2. Above 4G Decoding aktivieren (meist unter „Advanced“ oder „PCI Subsystem Settings“).
  3. Re-Size BAR Support, bei AMD-Boards teils „SAM“ genannt, auf „Enabled“ oder „Auto“ stellen.
  4. Speichern und neu starten, danach den Status in Windows prüfen.

Wichtig: Deaktivierst du CSM, obwohl Windows im alten Modus installiert wurde, startet das System nicht mehr. Wie du Secure Boot, TPM und das Partitionsformat prüfst, steht in Secure Boot und TPM aktivieren. Sichere deine Daten vorher, siehe Backup-Strategie.

Wenn es nicht klappt

ProblemHinweis aus den QuellenWas du tun kannst
Option fehlt im BIOSIm Microsoft-Thread meldet ein Nutzer, die Option nicht zu finden, obwohl GPU-Z Unterstützung anzeigtBIOS-Version prüfen, ein Update erwägen, siehe BIOS-Update
Bootschleife nach CSM-AbschaltungIm Thread berichtet, nicht abschließend gelöstBIOS auf Standard, Laufwerke prüfen, Windows im UEFI-Modus installieren
Bildfehler oder Abstürzenicht in den Quellen belegtOption wieder ausschalten und testen (eigene Empfehlung)
Grafikkarten-BIOS-Update empfohlenIm Thread berichtet ein Nutzer, dass ein GPU-BIOS-Flash seine Karte unbrauchbar machteNur nach Herstellerangaben und mit großer Vorsicht

Der letzte Punkt verdient Betonung: Ein Grafikkarten-BIOS-Update ist riskant und nur sinnvoll, wenn der Hersteller es ausdrücklich für ReBAR vorsieht. Bei Problemen helfen die Hinweise in PC startet nicht mehr.

Lohnt sich das Einschalten?

Kurz: Wenn dein System es unterstützt und die Einrichtung ohne Risiko klappt, kostet es dich nichts. Du solltest es aber nicht erzwingen. Wer sein System ohnehin neu einrichtet, aktiviert es gleich mit den anderen Grundeinstellungen. Weitere Stellschrauben für mehr Leistung zeigen Windows 11 für Gaming optimieren, XMP und EXPO und Overclocking für Einsteiger. Wenn du erst eine neue Grafikkarte planst, hilft Grafikkarte kaufen 2026.

Typische Szenarien

Neuer PC: Prüfe gleich nach dem Einbau, ob Above 4G Decoding und Resizable BAR im BIOS aktiv sind. Das spart späteres Suchen. Älteres System mit neuer Grafikkarte: Hier fehlt oft die Option, weil das BIOS alt ist. Ein BIOS-Update kann sie nachliefern, aber nur, wenn der Hersteller es anbietet. Windows alt installiert: Wurde Windows im Legacy-Modus aufgesetzt, steht vor ReBAR zuerst die Umstellung auf UEFI und GPT, und die gelingt nur mit Sicherung und Sorgfalt.

Häufige Fragen

Ist Resizable BAR dasselbe wie SAM?

Ja, laut PC Games Hardware sind beide Begriffe technisch identisch. SAM ist der Name von AMD.

Kann Resizable BAR schaden?

Nach den Quellen gibt es keinen belegten Hardware-Schaden. Fehlkonfigurationen im BIOS können aber zu Startproblemen führen, deshalb Backup und Vorsicht.

Brauche ich Resizable BAR für Spiele?

Nein. Es ist eine optionale Optimierung, die laut den Tests meist nur kleine Effekte hat.

Warum gibt es keine Prozentzahlen?

Weil die Quellen keine verlässlichen Einzelwerte nennen. Der Effekt unterscheidet sich je nach Spiel, Karte und Treiber.

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