📝 Blog  ·  PC Hardware Ratgeber  ·  computer-nach-wunsch.de

Windows-Update deinstallieren: Anleitung für Windows 11

Windows-Update deinstallieren: Qualitätsupdates entfernen, Funktionsupdates zurücknehmen, Treiber zurücksetzen und Updates danach pausieren.

📅 22.10.2026 🔄 Aktualisiert: 23.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,099 Wörter
PC Hardware Ratgeber
Autor: Kujtim Dubovci 👁 8 Aufrufe

Windows-Update deinstallieren: Problem-Updates entfernen und zur vorherigen Version zurückkehren

Verursacht ein Update Fehler, kannst du es unter Windows 11 wieder entfernen. Hier erfährst du, wie du Qualitätsupdates deinstallierst, ein Funktionsupdate zurücknimmst und das Update danach pausierst.

Normalerweise sind Updates wichtig, denn sie schließen Sicherheitslücken und beheben Fehler. Manchmal bringt ein Update aber selbst Probleme mit: Das WLAN spinnt, Drucker werden nicht mehr erkannt oder der Rechner startet langsamer. Dann ist es sinnvoll, das betroffene Update gezielt zu entfernen. Entscheidend ist, die Art des Updates zu kennen, denn für monatliche Qualitätsupdates und große Funktionsupdates gelten unterschiedliche Wege.

Qualitätsupdate oder Funktionsupdate?

ArtBeschreibungRückgängig machen
QualitätsupdateMonatliche Sicherheits- und Fehlerkorrekturen, erkennbar an der KB-NummerÜber Updateverlauf, Systemsteuerung oder wusa
FunktionsupdateGrößere Aktualisierung auf eine neue Windows-VersionÜber die Wiederherstellung, nur kurze Zeit nach der Installation
TreiberupdateNeue Treiberversion über Windows UpdateTreiber im Geräte-Manager zurücksetzen

Weg 1: Qualitätsupdate über die Einstellungen deinstallieren

  1. Öffne die Einstellungen mit Windows + I und gehe zu „Windows Update“.
  2. Klicke auf „Updateverlauf“.
  3. Scrolle nach unten zu „Verwandte Einstellungen“ und wähle „Updates deinstallieren“.
  4. Suche das Update in der Liste, am besten nach Installationsdatum, und klicke auf „Deinstallieren“.
  5. Bestätige und starte den Rechner bei Aufforderung neu.

Die KB-Nummer eines Updates findest du im Updateverlauf. Notiere sie, bevor du es entfernst, damit du es später gezielt wiederfindest.

Weg 2: Systemsteuerung

In der Systemsteuerung öffnest du „Programme und Features“ und klickst links auf „Installierte Updates anzeigen“. Dort lassen sich Updates ebenfalls mit einem Klick auf „Deinstallieren“ entfernen. Die Liste zeigt die KB-Nummer und das Installationsdatum.

Weg 3: Eingabeaufforderung mit wusa

Mit der Eingabeaufforderung als Administrator und dem Befehl wusa /uninstall /kb:1234567 entfernst du ein Update gezielt anhand seiner Nummer. Setze die echte KB-Nummer anstelle der Beispielzahl ein. Windows fragt zur Sicherheit nach und startet bei Bedarf neu. Nicht jedes Update lässt sich auf diesem Weg entfernen; manche sind mit dem System so verzahnt, dass sie keinen Deinstallieren-Knopf haben.

Ein Funktionsupdate zurücknehmen

Nach einem großen Update behält Windows die Dateien der vorherigen Version eine begrenzte Zeit, standardmäßig etwa zehn Tage. In dieser Zeit kannst du zurückkehren.

  1. Öffne „Einstellungen“, „System“, „Wiederherstellung“.
  2. Wähle unter „Wiederherstellungsoptionen“ den Eintrag „Zurück“, sofern er verfügbar ist.
  3. Gib den Grund an und folge den Anweisungen.

Ist die Schaltfläche ausgegraut, ist die Frist abgelaufen oder du hast den Ordner Windows.old mit der Datenträgerbereinigung gelöscht. Dann bleibt nur ein Zurücksetzen, wie im Beitrag Windows 11 zurücksetzen oder neu installieren beschrieben. Lege vorher immer eine Sicherung an.

Treiberupdate zurücksetzen

Hat ein Treiber das Problem verursacht, öffnest du den Geräte-Manager, klickst mit der rechten Maustaste auf das Gerät, wählst „Eigenschaften“ und auf dem Reiter „Treiber“ die Schaltfläche „Vorheriger Treiber“. Sie ist nur aktiv, wenn Windows die vorherige Version gespeichert hat. Mehr dazu im Beitrag Treiber aktualisieren unter Windows 11.

Nach dem Deinstallieren: Update pausieren

Windows lädt ein entferntes Update beim nächsten Prüfen oft erneut herunter. Pausiere deshalb Updates für kurze Zeit. Wie das geht, steht im Beitrag Windows-11-Updates pausieren und Neustarts planen. Pausiere nicht dauerhaft, denn Sicherheitsupdates schützen dich vor Angriffen. Prüfe nach einigen Tagen, ob ein korrigiertes Update erschienen ist.

Wenn sich ein Update nicht installieren oder entfernen lässt

Hängt Windows Update oder meldet Fehlercodes, helfen das Leeren des Update-Cache und die Systemprüfung mit SFC und DISM. Das Vorgehen steht im Beitrag Windows Update Fehler beheben.

Wann ist ein Entfernen sinnvoll?

  • Das Problem trat direkt nach dem Update auf und ließ sich vorher nicht beobachten.
  • Du hast die Ursache eingegrenzt, zum Beispiel durch einen Wiederherstellungspunkt oder Tests nach dem Entfernen.
  • Das Update ist ein Qualitätsupdate. Funktionsupdates solltest du nur zurücknehmen, wenn nichts anderes hilft.
  • Du hast Daten gesichert und dokumentiert, welches Update installiert wurde.

Sicherheit beachten

Jedes entfernte Qualitätsupdate bedeutet, dass die enthaltenen Sicherheitskorrekturen fehlen. Halte die Zeit ohne das Update so kurz wie möglich, nutze in dieser Zeit aktuelle Schutzsoftware, öffne keine unbekannten Anhänge und installiere das korrigierte Update, sobald es da ist. Zum Schutz vor Schadsoftware bietet Windows Bordmittel, die im Beitrag Antivirus unter Windows 11 bewertet werden.

Beispiel: Drucker nach Monatsupdate nicht mehr erreichbar

Nach dem Update funktioniert der Netzwerkdrucker nicht mehr. Du öffnest den Updateverlauf, notierst die KB-Nummer des neuesten Qualitätsupdates, deinstallierst es und startest neu. Der Drucker funktioniert wieder. Anschließend pausierst du Updates für eine Woche, prüfst danach, ob ein neues Update vorliegt, und installierst es, wenn der Fehler dort als behoben gilt.

Checkliste

  1. Art des Updates bestimmt?
  2. KB-Nummer notiert?
  3. Daten gesichert?
  4. Update über Einstellungen oder wusa entfernt?
  5. Updates pausiert und später wieder aktiviert?

Die Windows-Version prüfen

Bevor du ein Funktionsupdate zurücknimmst, prüfst du, welche Version aktuell läuft. Drücke Windows + R, gib winver ein und bestätige mit Enter. Das Fenster zeigt Version und Buildnummer. Notiere beides, damit du bei Rückfragen genau sagen kannst, welcher Stand betroffen ist.

Sicherung vor jedem Eingriff

Auch wenn Updates sich entfernen lassen, ist eine Sicherung vor jedem größeren Eingriff sinnvoll. Lege einen Wiederherstellungspunkt an und sichere wichtige Dateien auf einem externen Laufwerk. Der Wiederherstellungspunkt kann Systemdateien und Einstellungen auf einen früheren Zustand zurücksetzen, ersetzt aber keine Datensicherung. Beides zusammen gibt dir die Sicherheit, bei einem Fehlschlag schnell zum alten Stand zurückzukehren.

Updates in Firmen- und Familien-PCs

Wenn mehrere Personen oder Geräte betroffen sind, lohnt es sich, Updates zuerst an einem Testrechner zu installieren. So erkennst du Probleme, bevor sie alle treffen. Auf einem einzelnen Heim-PC ist das nicht nötig; dort genügt es, nach dem Monatsupdate einen Tag lang zu beobachten, ob Drucker, Netzwerk und Peripherie wie gewohnt arbeiten.

Fehlermeldungen notieren

Schreibe Fehlermeldungen und Codes auf, die nach dem Update erscheinen. Sie helfen bei der gezielten Suche nach Lösungen und zeigen, ob ein bekanntes Problem vorliegt, das Microsoft in einem späteren Update behebt.

Häufige Fragen

Gehen beim Deinstallieren Daten verloren?

Beim Entfernen eines Qualitätsupdates nicht. Bei der Rückkehr zur vorherigen Version bleiben persönliche Dateien erhalten, Programme können fehlen. Eine Sicherung bleibt Pflicht.

Wie lange kann ich ein Funktionsupdate zurücknehmen?

In der Regel etwa zehn Tage nach der Installation.

Kommt das Update von selbst zurück?

Ja, wenn du Updates nicht pausierst. Windows lädt entfernte Updates erneut.

Sollte ich Updates dauerhaft abschalten?

Nein. Die Sicherheitslücken bleiben dann offen.

Problem-Update gezielt entfernen

Eingrenzen, sichern, entfernen, pausieren und später prüfen: so bleibt dein System stabil und sicher.

Zum PC-Konfigurator Updates pausieren Update-Fehler beheben

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei die erste Person, die etwas zu diesem Beitrag schreibt.

Schreibe einen Kommentar