Datenarchiv 8 TB: Kosten für HDD, SSD und Backup 2026
Was kostet ein 8-TB-Archiv mit Backup 2026? Rechenbeispiel mit PCGH-Preisen pro Terabyte für HDD und SSD, 3-2-1-Regel und Spartipps.
Datenarchiv mit 8 TB: Was HDD, SSD oder NAS in der Speicherkrise kosten
Eine Beispielrechnung mit den Preisen pro Terabyte aus der PCGH-Analyse zeigt: Die Kapazität ist nur ein Teil der Rechnung, entscheidend sind Kopien und Reserve. Dein PC dazu entsteht im PC-Konfigurator.
Fotos, Videos, Projekte und Spielstände wachsen, und 8 TB sind schnell erreicht. Dieser Beitrag rechnet durch, was ein solches Archiv in der aktuellen Marktlage kostet. Grundlage sind die Preise pro Terabyte aus der PCGH-Speicherkrise-Analyse (Preisstand 15.08.2026) und der SSD-Preisanalyse vom 14.09.2026. Alle Rechnungen sind unsere eigene Arithmetik mit diesen Zahlen. Es sind theoretische Spannen: Konkrete Preise für 8-TB-Pakete kennen wir nicht, und die Preise haben sich seit August bewegt. Wir haben nichts davon gekauft oder getestet.
Die Ausgangszahlen
| Datenträger | Preis pro TB (PCGH) | Quelle / Beispiel |
|---|---|---|
| HDD (Archiv) | 33 bis 52 € | Beispiele: Seagate Barracuda 24 TB 805 €, Toshiba MG10ACA 20 TB 821 €, Toshiba MG09ACA 18 TB 839 € |
| SSD 4 TB | 111 bis 149 € | Lexar NM790 4 TB 445 € (111,25 €/TB), Samsung 990 Evo Plus 4 TB 572 € (143 €/TB) |
| SSD 1 TB | 145 bis 180 € | Kingston NV3 145 €, Samsung 990 Evo Plus 180 € |
Die Euro-Pro-TB-Werte bei den HDD-Beispielen rechnen wir selbst: 805 € durch 24 TB ergibt etwa 33,5 €/TB, 821 € durch 20 TB etwa 41 €/TB und 839 € durch 18 TB etwa 46,6 €/TB. Festplatten sind laut PCGH im Schnitt 129 Prozent teurer als vor der Krise.
Rechnung 1: Eine Kopie von 8 TB
| Variante | Rechnung (eigene) | Ergebnis |
|---|---|---|
| HDD, 8 TB | 8 TB × 33 bis 52 € | etwa 264 bis 416 € |
| SSD, 2 × 4 TB | 8 TB × 111 bis 149 € | etwa 888 bis 1.192 € |
| SSD, 2 × 4 TB (Lexar-Beispiel) | 2 × 445 € | 890 € |
| SSD, 2 × 4 TB (Samsung-Beispiel) | 2 × 572 € | 1.144 € |
Die SSD-Lösung kostet damit mindestens gut das Doppelte der HDD-Lösung (888 gegenüber 416 Euro), im ungünstigsten Vergleich sogar mehr als das Vierfache (1.192 gegenüber 264 Euro). Dabei ist die theoretische HDD-Spanne optimistisch: Der niedrige Pro-TB-Preis bezieht sich laut den PCGH-Beispielen auf große Nearline-Platten mit 18 bis 24 TB. Für 8 TB brauchst du keine 24-TB-Platte. Kaufst du sie trotzdem, zahlst du 805 Euro für 24 TB und nutzt nur ein Drittel; der niedrige Preis pro TB hilft dir nur, wenn du die Kapazität auch füllst. Für den Bedarf reichen zwei kleinere Platten, deren Preise wir nicht kennen.
Rechnung 2: Warum eine Kopie nicht genügt
Die 3-2-1-Regel verlangt drei Kopien auf zwei Medien, eine davon außer Haus, siehe Backup-Strategie 3-2-1. Für 8 TB bedeutet das zumindest die doppelte Kapazität an Datenträgern, plus eine Auslagerung. Ein Beispiel (eigene Rechnung):
| Aufbau | Kosten theoretisch |
|---|---|
| Arbeitskopie auf HDD + Sicherung auf zweiter HDD (je 8 TB) | 2 × 264 bis 416 € = 528 bis 832 € |
| Arbeitskopie auf SSD (4 TB × 2) + Sicherung auf HDD | 888 bis 1.192 € + 264 bis 416 € = 1.152 bis 1.608 € |
| Beides auf SSD | 2 × 888 bis 1.192 € = 1.776 bis 2.384 € |
Dazu kommt die dritte Kopie außer Haus, etwa auf einer Platte bei Familie oder im Bankschließfach. Die Kosten dafür haben wir nicht berechnet, weil wir keine Anbieterpreise geprüft haben. Du siehst aber: Das Vielfache der Kapazität ist der eigentliche Kostenfaktor.
Wann SSD, wann HDD?
| Zweck | Passende Wahl (eigene Einschätzung) |
|---|---|
| Aktuelle Projekte, die oft gelesen und geschrieben werden | SSD, mindestens 2 TB, besser 4 TB; Begründung laut PCGH: 2 TB sind die Untergrenze beim Preis pro TB |
| Archiv, das selten angefasst wird | HDD; deutlich günstiger pro TB |
| Backup | HDD in einem externen Gehäuse, nur bei Bedarf angeschlossen |
| Spielebibliothek | Je nach Budget: SSD für Lieblingsspiele, HDD für Selten-Gespieltes |
PCGH schlägt für externe Lösungen ein leeres M.2-USB-Gehäuse mit eigener NVMe-SSD als günstigere Alternative zur fertigen externen SSD vor. Mehr dazu in SSD-Preis pro Terabyte 2026 und Festplatte kaufen 2026.
Und ein NAS?
Ein NAS bündelt mehrere Platten in einem Netzwerkgerät. Zu den Plattenpreisen kommen das Gehäuse oder der Umbau eines vorhandenen PCs hinzu; ein RAID schützt vor Plattenausfall, ersetzt aber kein Backup. Preise für NAS-Gehäuse haben wir nicht geprüft. Die Abwägung zwischen eigenem PC und Fertiggerät steht in NAS und Heimserver 2026. Wichtig ist die Plattenwahl: Für den Dauerbetrieb im NAS sollten Modelle ausdrücklich dafür freigegeben sein, sonst drohen Probleme, siehe CMR und SMR im Beitrag zur Festplatte.
Wachstum einplanen
Ein Archiv wächst. Wer heute 8 TB belegt, braucht in zwei oder drei Jahren vielleicht 12 oder 16 TB. Plane deshalb Erweiterbarkeit ein: freie Einschübe im Gehäuse oder NAS, ausreichend SATA-Anschlüsse am Mainboard und eine Datenstruktur, die sich auf mehrere Platten verteilen lässt. Die Preise von heute gelten laut den zitierten Analysen eher als Untergrenze für die nächsten Jahre; das ist jedoch eine Prognose und keine Gewissheit. Wer erst später kauft, kann Glück oder Pech haben (eigene Einschätzung). Sinnvoll ist, jetzt nur das zu kaufen, was du für die nächsten ein bis zwei Jahre brauchst, und den Rest bei Bedarf zu ergänzen.
Wie du die Kosten senken kannst
- Daten ausmisten: Doppelte Dateien, alte Installationsmedien und unscharfe Fotos belegen Platz, den du nicht sichern musst. Unter Windows hilft Speicherplatz freigeben.
- Komprimieren, wo es sinnvoll ist: Videos und Fotos lassen sich platzsparender speichern, aber das kostet Qualität oder Zeit; entscheide für jedes Projekt.
- Lieber eine größere Platte als mehrere kleine, wenn der Pro-TB-Preis fällt; aber nur so groß, wie du in absehbarer Zeit füllst.
- Vorhandene Platten weiterverwenden, solange sie gesund sind, siehe SSD-Gesundheit prüfen. Gebrauchte Datenträger sind für Backups riskant, siehe Gebrauchte Hardware kaufen.
- Händler prüfen und Fake-Angebote meiden, siehe Fake-Shops erkennen.
Warum die Platten so teuer wurden
Laut PCGH sind die Auftragsbücher der Hersteller der Grund: Western Digital bezeichnet 2026 als „praktisch ausverkauft“, Seagate hat Nearline-Kapazitäten vollständig zugeteilt, Langfristverträge reichen bis 2028. Das passt zu den Prognosen, die wir in Wann sinken die RAM-Preise? zusammengestellt haben. Für Festplatten nennt der PCGH-Artikel keine eigene Preisprognose.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein SSD-Archiv?
Nur wenn du schnellen Zugriff brauchst. Für selten genutzte Daten ist die HDD pro Terabyte deutlich günstiger.
Reicht eine einzelne große Platte?
Nein. Eine Platte kann ausfallen. Ohne zweite Kopie sind die Daten nicht gesichert.
Sind die Rechnungen verbindlich?
Nein. Es sind theoretische Spannen auf Basis der PCGH-Preise vom August und September 2026.
Erst Kopien planen, dann Kapazität kaufen
Die Menge an Datenträgern bestimmt die Kosten, nicht nur die Größe deines Archivs.