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Festplatte partitionieren unter Windows 11: Anleitung

Festplatte oder SSD unter Windows 11 partitionieren: Partition verkleinern, Volume anlegen, erweitern, MBR und GPT verstehen und Fehler vermeiden.

📅 22.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,123 Wörter
PC Hardware Ratgeber
CNW Performance Lab 👁 0 Aufrufe

Festplatte partitionieren unter Windows 11: Partition erstellen, verkleinern, erweitern

Mit der Datenträgerverwaltung teilst du Laufwerke in Partitionen auf, ohne zusätzliche Software. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du Platz schaffst, neue Volumes anlegst und Fehler vermeidest.

Eine Partition ist ein abgegrenzter Bereich auf einem Datenträger, den Windows als eigenes Laufwerk behandelt. Typisch sind C: für Windows und Programme und ein zweites Laufwerk für Daten. Auch eine neue Festplatte oder ein größerer Datenträger muss zuerst eingeteilt werden, bevor du Dateien darauf speichern kannst. Windows 11 bringt dafür alles mit: die Datenträgerverwaltung für den Alltag und das Kommandozeilenwerkzeug DiskPart für Fortgeschrittene.

Bevor du etwas veränderst, gilt eine Regel: Sichere zuerst wichtige Daten. Partitionsarbeiten sind meist unkompliziert, aber ein Stromausfall oder ein Bedienfehler mitten im Vorgang kann Daten kosten. Wie du eine saubere Sicherung aufbaust, steht im Beitrag Backup-Strategie für den PC: 3-2-1-Regel.

Die Datenträgerverwaltung öffnen

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf die Start-Schaltfläche oder drücke Windows + X.
  2. Wähle „Datenträgerverwaltung“. Alternativ gibst du im Dialog Windows + R den Befehl diskmgmt.msc ein.
  3. Im unteren Bereich siehst du jeden physischen Datenträger als Balken mit seinen Partitionen. Darüber steht eine Liste aller Volumes mit Dateisystem, Größe und freiem Platz.

Achte auf die Bezeichnungen: „Datenträger 0“ ist meist die Systemplatte. Daneben findest du kleine Partitionen wie die EFI-Systempartition und die Wiederherstellungspartition. Sie sind für den Start und die Reparatur von Windows wichtig und werden nicht gelöscht oder verändert.

Partition verkleinern, um Platz zu schaffen

Willst du von einem großen Laufwerk einen Teil für ein neues Laufwerk abzweigen, verkleinerst du zuerst die vorhandene Partition.

  1. Rechtsklick auf die Partition, zum Beispiel C:, und „Volume verkleinern“ wählen.
  2. Windows berechnet den möglichen Platz. Trage unter „Zu verkleinernder Speicherplatz in MB“ ab, wie viel du abgeben möchtest. 102400 MB entsprechen 100 GB.
  3. Klicke auf „Verkleinern“. Rechts neben der Partition erscheint ein schwarzer Bereich mit der Bezeichnung „Nicht zugewiesen“.

Oft ist der verfügbare Platz kleiner als der freie Speicher. Der Grund sind Dateien, die sich nicht verschieben lassen, etwa die Auslagerungsdatei, die Ruhezustandsdatei oder Schattenkopien. Hilft es nicht, kannst du die Ruhezustandsdatei vorübergehend mit dem Befehl powercfg /h off in einer Eingabeaufforderung als Administrator abschalten, verkleinern und den Ruhezustand danach mit powercfg /h on wieder aktivieren. Mehr zur Auslagerungsdatei findest du im Beitrag Auslagerungsdatei unter Windows 11.

Neues Volume im nicht zugewiesenen Bereich anlegen

  1. Rechtsklick auf den schwarzen Bereich „Nicht zugewiesen“ und „Neues einfaches Volume“ wählen.
  2. Der Assistent fragt nach der Größe. Übernimm den vollen Wert oder gib weniger an.
  3. Wähle einen Laufwerksbuchstaben.
  4. Als Dateisystem nimmst du NTFS, vergibst eine Bezeichnung wie „Daten“ und lässt „Schnellformatierung durchführen“ aktiviert.
  5. Mit „Fertig stellen“ ist das Laufwerk sofort im Datei-Explorer sichtbar.

Partition erweitern

Hast du zu viel abgezweigt oder fehlt einer Partition Platz, kannst du sie erweitern. Die Funktion „Volume erweitern“ ist nur aktiv, wenn direkt rechts neben der Partition nicht zugewiesener Speicherplatz liegt. Liegt zwischen den beiden eine andere Partition, bleibt der Menüpunkt ausgegraut. In diesem Fall musst du die Partition dazwischen sichern und löschen oder ein Partitionierungsprogramm nutzen, das Partitionen verschieben kann.

Partition löschen und Laufwerk formatieren

  • Löschen: „Volume löschen“ entfernt die Partition samt allen Daten und macht den Platz wieder nicht zugewiesen. Prüfe vorher mehrfach, ob du das richtige Laufwerk gewählt hast.
  • Formatieren: „Formatieren“ legt ein neues Dateisystem an und löscht den Inhalt der Partition. Für Datenlaufwerke unter Windows ist NTFS der Standard. exFAT eignet sich für Datenträger, die du auch an Geräten außerhalb von Windows nutzen willst.
  • Systempartitionen: Lösche nie die EFI-Partition, die Wiederherstellungspartition oder die Partition, auf der Windows läuft.

MBR oder GPT: Was ist der Unterschied?

MerkmalMBRGPT
Maximale Datenträgergröße2 TBDeutlich über 2 TB
PartitionenBis zu vier primäreBis zu 128 unter Windows
StartmodusKlassisches BIOSUEFI
EmpfehlungAlte Systeme und kleine DatenträgerNeue Systeme und große Datenträger

Windows 11 startet im UEFI-Modus von einem GPT-Datenträger. Neue Datenträger initialisierst du daher in der Regel als GPT. Wie das Initialisieren abläuft, zeigt der Beitrag Neue SSD wird nicht angezeigt.

DiskPart: dieselben Schritte in der Kommandozeile

DiskPart ist nützlich, wenn die grafische Oberfläche nicht verfügbar ist oder du Abläufe wiederholst. Starte die Eingabeaufforderung als Administrator und tippe diskpart. Mit list disk zeigst du die Datenträger an, mit select disk 1 wählst du einen aus, mit list volume zeigst du Volumes. Für ein neues Volume im freien Bereich folgen create partition primary, format fs=ntfs quick und assign. Prüfe vor jedem Befehl, welcher Datenträger ausgewählt ist. Ein falsch gewählter Datenträger bedeutet Datenverlust, und DiskPart fragt nicht nach.

Lohnt sich eine zweite Partition auf derselben SSD?

Eine Aufteilung in C: und D: auf demselben Datenträger bringt keinen Geschwindigkeitsgewinn, denn beide Partitionen teilen sich dieselbe Hardware. Der Vorteil liegt in der Ordnung: Bei einer Neuinstallation von Windows bleiben Daten auf der zweiten Partition erhalten, sofern du nur C: neu aufsetzt. Gegen einen Defekt der SSD schützt das nicht. Eine echte Sicherung gehört auf einen anderen Datenträger. Ist ein zweiter Datenträger vorhanden, nutzt du ihn besser für Daten und Spiele. Wie viel Speicher du einplanen solltest, beantwortet der Beitrag SSD-Speicher richtig planen.

Beispiel: 1-TB-SSD in System und Daten aufteilen

Du verkleinerst C: um 400 GB, legst aus dem freien Bereich ein neues Volume als D: an und nennst es „Daten“. Anschließend verschiebst du die Ordner Dokumente, Bilder und Videos über die Eigenschaften des jeweiligen Ordners auf dem Reiter „Pfad“ nach D:. Programme und Windows bleiben auf C:, deine Dateien auf D:. Nach einer Neuinstallation von Windows greifst du sofort wieder auf deine Daten zu.

Checkliste vor dem Partitionieren

  1. Wichtige Daten gesichert?
  2. Richtigen Datenträger anhand von Größe und Bezeichnung identifiziert?
  3. Laptop am Netzteil, damit der Vorgang nicht durch einen leeren Akku unterbrochen wird?
  4. Systempartitionen unberührt gelassen?
  5. Nach dem Anlegen im Datei-Explorer einen Testordner erstellt?

Häufige Fragen

Gehen beim Verkleinern Daten verloren?

Nein, das Verkleinern verschiebt Dateien innerhalb der Partition und gibt freien Platz frei. Eine Sicherung bleibt trotzdem sinnvoll.

Warum ist „Volume erweitern“ ausgegraut?

Weil rechts neben der Partition kein direkt angrenzender, nicht zugewiesener Bereich liegt.

Kann ich Partitionen ohne Datenverlust zusammenführen?

Die Datenträgerverwaltung kann das nicht. Du musst die Daten einer Partition sichern, sie löschen und die andere erweitern.

Welches Dateisystem soll ich wählen?

Für Datenlaufwerke unter Windows NTFS. Für Datenträger, die zwischen Geräten wechseln, exFAT.

Ordnung auf dem Datenträger

Mit klarer Aufteilung und aktueller Sicherung bleibt dein System übersichtlich und sicher.

Zum PC-Konfigurator Backup-Strategie SSD-Speicher planen

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