Geräte-Manager Fehlercodes: Code 10, 28, 31 und 43 beheben
Gelbes Ausrufezeichen im Geräte-Manager? So liest du den Fehlercode und behebst Code 10, 28, 31, 43 und mehr durch Treiber-, Strom- und Anschlussprüfung.
Geräte-Manager Fehlercodes: Code 10, 28, 31, 43 und mehr verstehen und beheben
Ein gelbes Ausrufezeichen im Geräte-Manager nennt immer einen Fehlercode. Er verrät, ob Treiber, Hardware, Anschluss oder Windows die Ursache ist.
Ein Gerät taucht mit gelbem Ausrufezeichen im Geräte-Manager auf: USB-Stick nicht erkannt, Grafikkarte ohne Bild, Netzwerkadapter ohne Funktion. Der Fehlercode in den Eigenschaften zeigt, wo du suchen musst. Dieser Ratgeber erklärt, wie du ihn findest, was die häufigsten Codes bedeuten und welche Schritte in welcher Reihenfolge helfen.
Fehlercode im Geräte-Manager finden
- Drücke die Windows-Taste und R, gib devmgmt.msc ein und bestätige.
- Suche Einträge mit gelbem Ausrufezeichen oder dem Namen „Unbekanntes Gerät“.
- Öffne per Doppelklick die Eigenschaften.
- Lies auf der Registerkarte „Allgemein“ unter „Gerätestatus“ den Text mit dem Code, zum Beispiel „Code 43“.
- Auf der Registerkarte „Details“ findest du unter „Hardware-IDs“ die Kennung, mit der du den passenden Treiber beim Hersteller suchen kannst.
Ist der Eintrag ein „Unbekanntes Gerät“, fehlt Windows der Treiber vollständig. Die Hardware-ID erlaubt dann trotzdem die Zuordnung.
Die häufigsten Fehlercodes im Überblick
| Code | Bedeutung | Erste Maßnahme |
|---|---|---|
| Code 10 | Das Gerät kann nicht gestartet werden | Treiber neu installieren, Gerät neu anstecken, anderen Anschluss testen |
| Code 12 | Nicht genug freie Ressourcen | Konkurrierende Geräte deaktivieren, BIOS aktualisieren |
| Code 22 | Gerät wurde deaktiviert | Rechtsklick, Gerät aktivieren |
| Code 28 | Für das Gerät sind keine Treiber installiert | Treiber vom Hersteller installieren |
| Code 31 | Das Gerät funktioniert nicht ordnungsgemäß, Treiber lässt sich nicht laden | Treiber aktualisieren oder zurücksetzen |
| Code 39 | Treiber ist beschädigt oder fehlt | Treiber neu installieren, Systemdateien prüfen |
| Code 43 | Windows hat das Gerät angehalten, weil es Probleme gemeldet hat | Anschluss, Strom und Treiber prüfen, Hardwaredefekt möglich |
| Code 45 | Das Gerät ist derzeit nicht verbunden | Gerät wieder anstecken |
| Code 52 | Digitale Signatur des Treibers nicht überprüfbar | Signierten Treiber des Herstellers verwenden |
Schritt 1: Neustart und Anschluss prüfen
Ein Neustart behebt erstaunlich viele Fälle, weil Treiber und Geräte dabei neu initialisiert werden. Bei externen Geräten wechselst du außerdem Kabel und Anschluss. Verwende bei USB-Geräten einen Port direkt am Mainboard auf der Rückseite statt eines Hubs oder Frontanschlusses. Hintergründe zu den Standards findest du im Beitrag USB-Anschlüsse erklärt.
Schritt 2: Treiber aktualisieren, zurücksetzen oder neu installieren
- Aktualisieren: Rechtsklick auf das Gerät, „Treiber aktualisieren“. Besser ist oft der Treiber direkt vom Hersteller, wie im Beitrag Treiber aktualisieren unter Windows 11 beschrieben.
- Zurücksetzen: Trat der Fehler nach einem Update auf, wähle auf der Registerkarte „Treiber“ die Option „Vorheriger Treiber“. Das Zurücksetzen stellt die zuletzt funktionierende Version wieder her.
- Neu installieren: Wähle „Gerät deinstallieren“, starte den PC neu und lass Windows das Gerät neu erkennen.
Bei Grafikkarten führt ein Code 43 häufig auf eine fehlerhafte Treiberinstallation oder einen Stromanschluss zurück. Eine saubere Neuinstallation erklärt der Beitrag Grafiktreiber sauber installieren. Prüfe zusätzlich, ob alle Stromstecker der Karte fest sitzen.
Schritt 3: Energiesparfunktionen für USB abschalten
Windows schaltet USB-Geräte zeitweise ab, um Strom zu sparen. Bei manchen Geräten führt das zu Code 43 oder zu Aussetzern. Öffne die Energieoptionen, wähle „Energiesparplaneinstellungen ändern“, dann „Erweiterte Energieeinstellungen“ und deaktiviere unter „USB-Einstellungen“ die Einstellung für das selektive USB-Energiesparen. Im Geräte-Manager kannst du außerdem bei den „USB-Root-Hubs“ auf der Registerkarte „Energieverwaltung“ das Abschalten zum Energiesparen ausschalten.
Schritt 4: Windows und BIOS aktuell halten
Installiere ausstehende Windows-Updates, denn sie liefern auch Treiber und Korrekturen. Bei Code 12 oder Ressourcenkonflikten kann ein BIOS-Update helfen. Wann das sinnvoll ist, beschreibt der Beitrag BIOS-Update durchführen. Prüfe außerdem, ob Systemdateien beschädigt sind, mit sfc /scannow und DISM, wie in Windows-Update-Fehler beheben mit SFC und DISM beschrieben.
Schritt 5: Hardware ausschließen
Hilft nichts, liegt womöglich ein Hardwaredefekt vor. Teste das Gerät an einem anderen PC. Läuft es dort, liegt das Problem an Windows oder am Anschluss. Läuft es dort ebenfalls nicht, ist das Gerät oder das Kabel defekt. Bei internen Karten prüfst du Steckplatz und Stromversorgung. Weitere Hinweise zu Fehlern liefert die Ereignisanzeige, die du im Beitrag Windows-Ereignisanzeige: Fehler lesen findest.
Besondere Fälle
Code 43 bei USB-Geräten
Meldet Windows Code 43 für ein USB-Gerät mit dem Zusatz „Beschreibung des USB-Geräts fehlerhaft“, ist oft das Kabel, der Anschluss oder das Gerät selbst defekt. Teste einen anderen Port und ein anderes Kabel. Zu wenig Strom an einem unpowered Hub verursacht denselben Fehler.
Code 52 und Treibersignatur
Unsignierte Treiber blockiert Windows aus Sicherheitsgründen. Nutze den Treiber des Herstellers. Die Signaturprüfung dauerhaft abzuschalten ist keine gute Lösung, denn sie öffnet Schadsoftware den Weg in den Systemkern.
Code 10 nach Windows-Update
Hier hilft meist das Zurücksetzen des Treibers oder ein neuerer Herstellertreiber. Pausiere Updates für den Treiber, bis eine fehlerfreie Version vorliegt.
Systematisch vorgehen: Eine Änderung nach der anderen
Bei Gerätefehlern ist die Versuchung groß, mehrere Maßnahmen gleichzeitig zu probieren. Das macht es unmöglich zu erkennen, was geholfen hat. Ändere deshalb immer nur eine Sache, starte neu und prüfe den Status im Geräte-Manager. Notiere dir, was du getan hast, besonders wenn du Treiber austauschst oder BIOS-Einstellungen änderst. So kannst du jeden Schritt rückgängig machen.
Hilfreich ist ein Wiederherstellungspunkt vor größeren Eingriffen. Er kostet wenig Zeit und bringt dich bei einem verschlimmerten Fehler schnell auf den vorherigen Stand zurück. Außerdem solltest du bei wichtigen Geräten wie Netzwerkadapter oder Grafikkarte den funktionierenden Treiber als Installationsdatei aufbewahren, damit du auch ohne Internetzugang eine Alternative hast.
Taucht der Fehler nur gelegentlich auf, achte auf Muster: Tritt er nach dem Ruhezustand, bei bestimmten Programmen oder nur mit einem bestimmten Kabel auf? Solche Beobachtungen grenzen die Ursache oft schneller ein als jede Treibersuche.
Wann Fachhilfe sinnvoll ist
Bleibt ein Gerät trotz aller Schritte fehlerhaft und ist es noch in der Garantie, wende dich an den Hersteller oder Händler. Schildere genau, welche Schritte du schon ausprobiert hast und welcher Code angezeigt wird. Das spart Rückfragen und beschleunigt Reparatur oder Austausch.
Häufige Fragen
Muss ich ein Gerät mit Ausrufezeichen immer reparieren?
Nur wenn du es nutzt. Unbekannte Geräte ohne erkennbare Funktion können oft ignoriert werden, etwa nicht benötigte Chipsatzfunktionen.
Warum kommt der Fehler nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand?
Dann ist meist die Energieverwaltung die Ursache. Deaktiviere das Abschalten zum Energiesparen für das Gerät.
Hilft das Löschen des Treibers im Geräte-Manager?
Ja, oft. Windows installiert nach dem Neustart einen frischen Treiber.
Wo finde ich den passenden Treiber?
Auf der Webseite des Geräte- oder Mainboard-Herstellers, mit Hilfe der Hardware-ID aus den Details.
Code lesen, Ursache eingrenzen
Der Fehlercode zeigt, ob Treiber, Anschluss, Energiesparen oder Hardware zuständig ist. Arbeite die Schritte der Reihe nach ab.
Zum PC-Konfigurator Treiber aktualisieren Ereignisanzeige lesen
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