Medienserver zu Hause: Jellyfin oder Plex und Hardware
Medienserver zu Hause: Jellyfin und Plex im Vergleich zu Kosten, Konto, Apps und Transkodierung, plus Hinweise zur passenden Hardware.
Medienserver zu Hause: Jellyfin oder Plex, und welche Hardware du dafür brauchst
Filme, Serien, Musik und Fotos aus der eigenen Sammlung auf TV, Tablet und Handy: Das geht mit Jellyfin oder Plex. Wir vergleichen beide und erklären, worauf es bei der Hardware ankommt. Deinen Server-PC planst du im PC-Konfigurator.
Ein Medienserver sortiert deine eigenen Dateien, holt Cover und Beschreibungen und streamt sie auf Geräte im Haus. Wir stützen uns auf zwei Quellen: einen t3n-Beitrag vom 20. Juli 2024 (Vergleich von Plex, Emby und Jellyfin) und einen Vergleich von Virtualization Howto, veröffentlicht am 25. Oktober 2023 und zuletzt geändert am 16. August 2024. Preise und Funktionen ändern sich; die genannten Zahlen sind Stand Juli 2024 und müssen vor einer Entscheidung neu geprüft werden. Wir gehen von eigenen, rechtmäßig erworbenen oder selbst erstellten Medien aus. Eigene Einschätzung ist markiert; wir haben keinen der Server selbst eingerichtet.
Was ein Medienserver tut
Laut t3n organisiert die Software lokale Filme, Musik und Fotos, holt Poster und Beschreibungen aus dem Netz und streamt alles auf Fernseher, Tablets und Handys. Sie ist so eine selbst gehostete Alternative zu Streaming-Abos. Die Sammlung liegt bei dir, nicht beim Anbieter; dafür sind du und deine Hardware für Betrieb, Speicher und Datensicherung zuständig.
Jellyfin und Plex im Vergleich
| Punkt | Jellyfin | Plex |
|---|---|---|
| Kosten | Kostenlos, keine Bezahlstufen | Freemium; laut Virtualization Howto brauchen Hardware-Transkodierung, Live-TV und Mobil-Sync ein Plex Pass |
| Preise laut t3n (Stand Juli 2024) | Keine Softwarekosten | 4,99 Euro pro Monat, 39,99 Euro pro Jahr oder 119,99 Euro einmalig |
| Quellcode | Open Source | Proprietär |
| Konto | Quelle nennt keine Pflicht | Laut Virtualization Howto ist ein Online-Konto auch beim Selbsthosten nötig |
| Transkodierung mit Hardware | Kostenlos, kann aber mehr Einrichtung verlangen | Mit Plex Pass und leichter einzurichten |
| Apps | Weniger Clients und schlichter; laut t3n ist die Android-App solide, die Roku-App lässt wichtige Funktionen vermissen, Samsung-TVs verlangen einen Entwickler-Account | Offizielle Apps fast überall, am polierten |
| Oberfläche | Schlanker und ressourcenschonender | Ausgereifter |
| Datenschutz | Laut Virtualization Howto stärkere Kontrolle über die eigenen Daten | Konto und Dienste beim Anbieter |
t3n nennt zusätzlich Emby, das preislich und funktional Plex ähnelt, mit kostenpflichtiger Hardware-Transkodierung und einem Forum mit kompetentem Support. Plex hat laut t3n außerdem eine eigene Musik-App (Plexamp).
Was Transkodierung ist und warum es auf die Hardware ankommt
Transkodieren heißt, ein Video umzuwandeln, wenn das Zielgerät das Format nicht direkt abspielen kann. t3n nennt das als wichtigste hardwarebezogene Überlegung und gibt keine Mindestanforderungen an. Aus eigener Kenntnis gilt: Wenn alle deine Geräte die Dateien direkt abspielen, braucht der Server kaum Leistung. Wenn häufig umgewandelt werden muss, etwa für das Handy unterwegs oder für alte Fernseher, hilft ein Prozessor mit Hardwarebeschleunigung. Das ist eine Einschätzung, keine Messung; prüfe die Angaben der Software zu deiner Hardware.
Welche Hardware reicht? (eigene Einschätzung)
| Szenario | Hardware-Idee |
|---|---|
| Wenige Nutzer, Geräte spielen direkt ab | Ein vorhandener PC, kleiner Mini-PC oder NAS; siehe Mini-PC kaufen |
| Mehrere gleichzeitige Streams mit Umwandlung | Prozessor mit Hardwarebeschleunigung; Leistung vorher prüfen |
| Große Sammlung | Viel Speicher, passende Festplatten; siehe Festplatte kaufen |
| Dauerbetrieb | Sparsamer Rechner; Strombedarf mit Stromkosten vergleichen |
Die Systeme laufen laut t3n unter Linux, FreeBSD, Windows, macOS oder Docker (Plex), bei Jellyfin unter verschiedenen Linux-Distributionen, Windows, macOS und Docker. Plex und Emby unterstützen laut Quelle gängige NAS-Systeme wie Synology und QNAP. Ob ein eigenes NAS oder ein vorhandener PC besser passt, behandelt NAS oder Heimserver; Speicherkosten rechnet Datenarchiv: Kosten-Rechenbeispiel vor.
Einrichtung in Kürze
Virtualization Howto beschreibt für Jellyfin einen Einrichtungsassistenten: Sprache wählen, Benutzer anlegen, Medienbibliotheken und Ordner hinzufügen, Metadaten-Quellen auswählen, Metadatensprache setzen und den Fernzugriff konfigurieren. Auf einem Synology-NAS muss man den Container manuell in der Container-Verwaltung anlegen. Bei Plex installiert man aus dem Synology-Store, legt ein Konto an und fügt Bibliotheken hinzu. Das Beispiel stammt von NAS-Geräten; am PC läuft es sinngemäß anders.
Netzwerk und Sicherheit
Im Heimnetz reicht für den Server ein stabiles Netz; Hinweise liefert Gaming-Netzwerk: LAN oder WLAN. Wenn du von außen zugreifen willst, vergrößerst du die Angriffsfläche. Beachte die Hinweise zum Absichern des Routers in Router absichern und halte Server und Apps aktuell (eigene Empfehlung). Sichere die Datenbank des Servers und deine Medien nach Backup-Strategie 3-2-1.
Wie du dich entscheidest (eigene Einschätzung)
- Du willst keine Kosten und volle Kontrolle: Jellyfin.
- Du willst möglichst viele Geräte mit gutem App-Angebot: Plex, wenn dir ein Konto und gegebenenfalls ein Abo recht sind.
- Du besitzt Geräte mit schwachen Jellyfin-Apps: Prüfe vorab, ob dein Fernseher oder Streaming-Stick einen brauchbaren Client hat.
- Du willst nur Musik: Beide haben Musik-Funktionen; t3n nennt eine eigene Plex-Musik-App und viele kompatible Musik-Apps für Jellyfin.
Beispiel: Wohnzimmer-Setup (angenommen)
Angenommen, du hast einen kleinen Mini-PC, der ohnehin im Schrank läuft, und eine externe Festplatte mit deinen Familienvideos und Filmen. Du installierst Jellyfin, legst Bibliotheken an, prüfst auf dem Fernseher, ob die App läuft, und stellst fest, dass alle Dateien ohne Umwandlung abspielbar sind. Dann brauchst du keine zusätzliche Hardware. Das Beispiel ist erdacht und zeigt, warum man vor dem Kauf die Geräte und Formate prüft.
Checkliste
- Welche Geräte sollen abspielen, und gibt es für sie eine App?
- Spielen diese Geräte deine Dateien direkt ab, oder muss umgewandelt werden?
- Wie viel Speicher brauchst du, und wo liegt das Backup?
- Kosten und Konto: Willst du ein Abo oder ein Online-Konto?
- Läuft der Server im Dauerbetrieb, und wie hoch ist der Verbrauch?
- Brauchst du Fernzugriff, und ist dein Netz dafür abgesichert?
Grenzen dieses Beitrags
- Preise und Funktionen stammen aus 2023/2024 und können abweichen.
- Die Quellen nennen keine Mindestanforderungen an die Hardware.
- Aussagen zu Transkodierung und Hardware sind eigene Kenntnis.
- Wir haben keinen Medienserver eingerichtet und nennen keine Produkte.
Datensicherung für die Sammlung (eigene Empfehlung)
Ein Medienserver ersetzt kein Backup. Die Medien liegen oft nur auf einer Festplatte, und die Datenbank des Servers mit Wiedergabestand und Metadaten kann ebenfalls verloren gehen. Sichere beides regelmäßig auf ein zweites Medium und bewahre eine Kopie an einem anderen Ort auf. Je größer die Sammlung, desto wichtiger ist das, denn das Neuerfassen vieler Titel kostet Zeit.
Häufige Fragen
Ist Jellyfin wirklich kostenlos?
Ja. Laut t3n und Virtualization Howto gibt es keine Bezahlstufen, auch die Hardware-Transkodierung kostet nichts.
Brauche ich für Plex ein Konto?
Laut Virtualization Howto ja, auch wenn du selbst hostest.
Welche Hardware brauche ich?
Die Quellen nennen keine Mindestwerte; entscheidend ist, ob viel umgewandelt werden muss, denn das belastet den Prozessor.
Geräte prüfen, dann Software wählen
Der beste Server ist der, dessen App auf all deinen Geräten gut läuft.
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