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Übermittlungsoptimierung in Windows 11 verstehen und einstellen

Übermittlungsoptimierung in Windows 11: Wie der Austausch von Updates mit anderen PCs funktioniert und wie du ihn einstellst oder abschaltest.

📅 21.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,105 Wörter
PC Hardware Ratgeber
CNW Performance Lab 👁 1 Aufrufe

Übermittlungsoptimierung in Windows 11: Updates von anderen PCs, so stellst du sie ein

Windows lädt Updates nicht nur von Microsoft, sondern auf Wunsch auch von anderen Rechnern. Wann das sinnvoll ist und wie du es ausschaltest. Deinen nächsten PC stellst du im PC-Konfigurator zusammen.

In den Update-Einstellungen von Windows 11 steckt eine Funktion, die viele nie bewusst eingeschaltet haben: die Übermittlungsoptimierung. Sie sorgt dafür, dass Updates und Store-Apps nicht allein von den Servern von Microsoft kommen, sondern auch von anderen Geräten, die dieselben Dateien bereits besitzen. Dein Rechner kann dabei selbst zum Lieferanten für andere werden. Die Funktion ist gedacht, um Downloads zu beschleunigen und Bandbreite zu sparen, vor allem in Netzwerken mit vielen Rechnern.

So funktioniert die Übermittlungsoptimierung

Windows zerlegt Update-Dateien in kleine Stücke und lädt diese Teile parallel aus der schnellsten verfügbaren Quelle: von Microsoft, von Rechnern im eigenen Netzwerk oder von Rechnern im Internet. Heruntergeladene Teile liegen kurze Zeit in einem lokalen Zwischenspeicher und können an andere Geräte weitergegeben werden. Die Funktion greift nicht auf deine persönlichen Dateien zu. Es gelten dieselben Updates und Sicherheitsprüfungen wie sonst; Windows prüft jeden Teil auf Echtheit, bevor er installiert wird.

Die Einstellung finden und ändern

  1. Öffne die Einstellungen mit Windows + I.
  2. Gehe auf „Windows Update“ und wähle „Erweiterte Optionen“.
  3. Öffne „Übermittlungsoptimierung“.
  4. Entscheide beim Schalter „Downloads von anderen Geräten zulassen“, ob die Funktion laufen soll.
  5. Wähle bei aktiver Funktion „Geräte in meinem lokalen Netzwerk“.
EinstellungWirkung
AusgeschaltetUpdates kommen nur von Microsoft
Geräte in meinem lokalen NetzwerkAustausch nur mit Rechnern im eigenen Netz

Bei getakteten Verbindungen findet kein automatischer Austausch mit Rechnern im Internet statt.

Wann die Funktion sinnvoll ist

  • Mehrere Rechner im Haushalt oder Büro: Ein Update wird nur einmal aus dem Internet geladen, die anderen holen es vom ersten Rechner.
  • Langsame oder instabile Internetanbindung: Teile kommen aus dem schnelleren lokalen Netz.
  • Begrenztes Datenvolumen im Büro-Netz: Weniger Downloads aus dem Internet.

Wann du sie ausschalten solltest

  • Du hast einen Tarif mit begrenztem Volumen und möchtest nichts hochladen: Schalte die Funktion aus.
  • Du nutzt einen Rechner mit schwacher Verbindung für anspruchsvolle Aufgaben wie Spiele oder Videokonferenzen.
  • Du möchtest, dass dein Rechner ausschließlich Daten von Microsoft bezieht.
  • Du bist in einem fremden Netz, etwa im Hotel.

Der Austausch betrifft nur Update-Dateien und Store-Apps. Deine persönlichen Daten bleiben außen vor. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen will, schaltet die Funktion aus; Windows lädt dann weiterhin zuverlässig von Microsoft.

Probleme mit Updates beheben

Laufen Updates nicht sauber durch, liegt es selten an der Übermittlungsoptimierung. Typische Ursachen sind beschädigte Dateien im Update-Ordner oder fehlerhafte Systemdateien. Eine Anleitung dazu gibt Windows-Update-Fehler beheben. Wer Updates verschieben möchte, findet Hinweise in Windows 11 Updates pausieren und Neustart planen.

Datenschutz im Blick

Wenn du keinen Austausch mit Rechnern außerhalb deines Netzes möchtest, begrenzt du die Funktion auf das lokale Netzwerk oder schaltest sie ganz ab. Weitere Datenschutzoptionen beschreibt Windows 11 Datenschutz-Einstellungen.

Beispiel: Familie mit vier Rechnern

Vier Rechner hängen im selben Heimnetz. Mit der Einstellung „Geräte in meinem lokalen Netzwerk“ lädt der erste Rechner ein großes Update aus dem Internet, die anderen drei holen die Teile größtenteils im Heimnetz. Der Internetanschluss wird entlastet, und das Update steht schneller bereit.

Checkliste

  1. Übermittlungsoptimierung in den erweiterten Optionen geprüft?
  2. Passende Einstellung gewählt: lokal, Internet oder aus?
  3. Getaktete Verbindungen berücksichtigt?
  4. Updates installiert und neu gestartet?
  5. Bei Problemen die Update-Reparatur nach Anleitung durchgeführt?

Wie die Funktion im Hintergrund arbeitet

Die Übermittlungsoptimierung läuft als Dienst im Hintergrund. Sie wird aktiv, wenn Windows Updates oder Store-Apps herunterlädt, und gibt bereits geladene Teile an andere Geräte weiter, sofern du das erlaubt hast. Der Dienst ist so ausgelegt, dass er die Internetverbindung nicht dauerhaft belastet. Trotzdem ist es sinnvoll, die Einstellung zu kennen, vor allem auf Rechnern, die in Netzen mit begrenzter Bandbreite arbeiten.

Der Zwischenspeicher für diese Teile ist begrenzt und wird nach einiger Zeit geleert. Er enthält ausschließlich Update-Bestandteile, keine persönlichen Daten. Wer Speicherplatz freimachen möchte, nutzt dafür die Speicheroptimierung von Windows; die Übermittlungsoptimierung muss dafür nicht ausgeschaltet werden.

Update-Verteilung im Heimnetz und im Büro

In einem Haushalt mit mehreren Computern, Laptops und Tablets summiert sich der Bedarf an Updates schnell. Jeder Rechner müsste dieselben Dateien einzeln aus dem Internet laden. Mit dem Austausch im lokalen Netz holt nur ein Gerät die Dateien von Microsoft, die übrigen bedienen sich im Heimnetz. Das schont den Internetanschluss und spart besonders dann Zeit, wenn der Anschluss langsam ist.

In Büros und Schulen, in denen viele Rechner gleichzeitig Updates erhalten, ist der Effekt noch deutlicher. Dort legen Administratoren die Einstellung häufig zentral fest, sodass Nutzer sie nicht selbst ändern können. Ist die Option bei dir ausgegraut, gehört dein Rechner vermutlich zu einem verwalteten Netz.

So prüfst du, ob alles richtig eingestellt ist

Öffne nach der Änderung noch einmal die Seite der Übermittlungsoptimierung und kontrolliere den Schalter und die Auswahl. Danach suchst du in Windows Update nach neuen Updates und beobachtest, ob die Downloads normal durchlaufen. Funktioniert alles, musst du nichts weiter tun. Die Einstellung wirkt sofort und gilt für künftige Downloads.

Wenn du mehrere Rechner betreust, stelle sie einheitlich ein. So verhalten sich alle Geräte gleich, und du musst bei Fragen nicht jedes einzeln prüfen. Notiere dir, welche Einstellung du gewählt hast und warum, damit du später weißt, wie das Netz konfiguriert ist.

Kurz gemerkt

Die Übermittlungsoptimierung findest du unter Windows Update, Erweiterte Optionen. Mit „Geräte in meinem lokalen Netzwerk“ tauschen Rechner Updates untereinander aus, ausgeschaltet kommen alle Updates direkt von Microsoft. Persönliche Dateien sind nicht betroffen.

Typische Fragen zur Sicherheit

Viele Nutzer fragen, ob der Austausch von Update-Teilen ein Sicherheitsrisiko darstellt. Windows prüft die empfangenen Teile, bevor sie installiert werden, und lädt nur Dateien, die zu den offiziellen Updates gehören. Manipulierte Teile würden bei der Prüfung auffallen. Wer trotzdem keinen Austausch wünscht, schaltet die Funktion aus und verliert dadurch nichts außer der möglichen Beschleunigung.

Häufige Fragen

Gibt mein PC dabei persönliche Daten weiter?

Nein. Es werden nur Teile von Updates und Store-Apps ausgetauscht.

Wo schalte ich die Funktion ab?

Unter Einstellungen, Windows Update, Erweiterte Optionen, Übermittlungsoptimierung.

Wird dadurch das Internet langsamer?

Der Austausch ist für Hintergrunddownloads gedacht. Wer sicher sein will, begrenzt ihn auf das lokale Netz oder schaltet ihn aus.

Updates ohne Überraschungen

Du entscheidest, woher Windows Updates bezieht und wohin es Teile weitergibt.

Zum PC-Konfigurator Windows-Update-Fehler beheben Updates pausieren