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Website und Datenbank sichern: Backup per FTP, Export und Test

Website und Datenbank sichern: Dateien per FTP kopieren, SQL-Export erstellen, Backups automatisieren, verschlüsseln und die Wiederherstellung testen.

📅 29.10.2026 🔄 Aktualisiert: 30.10.2026 ⏱ 9 Min. Lesezeit 📝 1,725 Wörter
Backup & Datenspeicher
Autor: Kujtim Dubovci 👁 2 Aufrufe

Kurz gesagt

Sichere Dateien und Datenbank zum selben Zeitpunkt, speichere das Backup extern und verschlüsselt, automatisiere den Ablauf und teste die Wiederherstellung mindestens einmal im Jahr.

Die Sicherung deines Hosters ist kein Ersatz für ein eigenes Backup. Wenn Server, Konto oder Seite ausfallen, brauchst du eine Kopie, die du in der Hand hast.

Hier erfährst du, wie du Dateien und Datenbank sicherst, automatisierst und die Wiederherstellung testest.

Auf einen Blick

  1. Dateien und Datenbank gemeinsam sichern.
  2. Backup extern und verschlüsselt speichern.
  3. Automatisieren und Versionen aufbewahren.
  4. Wiederherstellung testen.

Warum du eine Website selbst sichern solltest

Viele Hoster legen Sicherungen an, doch sie sind nicht dein Backup. Sie liegen auf derselben Infrastruktur, werden nach kurzer Zeit überschrieben und lassen sich im Problemfall nicht immer schnell zurückspielen. Wer eine Website mit Texten, Bildern, Formularen oder gar einem Shop betreibt, sollte eine eigene, getrennte Kopie besitzen. Eine Website besteht in der Regel aus zwei Teilen: den Dateien auf dem Webspace und der Datenbank mit den Inhalten und Einstellungen. Nur wenn beide Teile gesichert sind, lässt sich die Seite vollständig wiederherstellen. Dieser Beitrag zeigt, wie du beides einfach, regelmäßig und sicher erledigst.

  • Du lernst, wie du Dateien per FTP sicherst, die Datenbank exportierst, Backups automatisierst, verschlüsselst, aufbewahrst und die Wiederherstellung testest, damit du im Ernstfall nicht raten musst.
TeilInhaltSicherung
DateienSeiten, Bilder, Themes, UploadsFTP-Kopie oder Archiv vom Hoster
DatenbankBeiträge, Nutzer, EinstellungenExport als SQL-Datei
KonfigurationZugangsdaten, EinstellungenGetrennt und verschlüsselt
Server-EinstellungenPHP-Version, CronjobsNotizen anlegen
Domain und DNSAdressen, E-Mail-EinträgeZonendatei dokumentieren

💡 Gleicher Zeitpunkt

Dateien und Datenbank sollten vom selben Zeitpunkt stammen. Sonst passen Inhalte und Dateien nicht zusammen.

Wenn du dich auf den Hoster verlässt, dann prüfe Frist und Zugriff. Wenn du unabhängig sein willst, dann sichere selbst.

Dateien sichern

Verbinde dich per SFTP oder FTP mit deinem Webspace und kopiere das gesamte Verzeichnis deiner Seite auf deinen Rechner. Ein FTP-Programm zeigt dir den Fortschritt, bei großen Uploads-Ordnern lohnt es sich, nur geänderte Dateien zu übertragen. Packe die Kopie zu einem Archiv mit Datum im Namen. Manche Hoster erstellen Archive direkt im Verwaltungsbereich, das spart Zeit bei großen Seiten. Prüfe nach dem Kopieren, ob die Zahl der Dateien und die Größe plausibel sind, und sichere das Archiv nach der Regel aus Backup-Strategie für den PC.

  • SFTP bevorzugen
  • Archiv mit Datum
  • Nur Änderungen übertragen
  • Größe prüfen

Wenn du Dateien sicherst, dann nimm auch die Datenbank mit. Wenn beide fehlen, dann ist die Wiederherstellung unvollständig.

Datenbank exportieren

Die Datenbank sicherst du mit einem Export im SQL-Format. Die meisten Hoster bieten dafür ein Verwaltungswerkzeug im Browser an, in dem du die Datenbank auswählst und alle Tabellen exportierst. Wähle den Zeichensatz UTF-8 und aktiviere, dass Tabellen samt Struktur und Daten gesichert werden. Bei großen Datenbanken lohnt das Komprimieren der Datei. Speichere den Export zusammen mit den Dateien desselben Zeitpunkts, damit beide Stände zusammenpassen. Notiere außerdem den Namen der Datenbank, nicht aber das Passwort im Klartext in derselben Datei.

  • SQL-Export mit Struktur und Daten
  • UTF-8 wählen
  • Komprimieren
  • Zeitpunkt zusammenpassen

Wenn du automatisierst, dann wähle ein externes Ziel. Wenn Fehler auftreten, dann lass dich benachrichtigen.

Backups automatisieren

Manuelle Backups werden vergessen. Nutze die Funktionen deines Hosters oder ein Backup-Plugin, das Dateien und Datenbank nach Zeitplan erstellt und an einen externen Ort überträgt. Wähle als Ziel einen Speicher außerhalb des Webspaces, etwa einen Cloud-Speicher, wie in Cloud-Speicher vergleichen beschrieben, oder dein eigenes Gerät im Heimnetz, siehe NAS & Heimserver. Lege Rhythmus und Aufbewahrung fest, zum Beispiel täglich mit sieben Versionen und monatlich mit zwölf.

  • Zeitplan festlegen
  • Externes Ziel
  • Mehrere Versionen
  • Benachrichtigung bei Fehlern

Wenn Daten sensibel sind, dann verschlüssele das Backup. Wenn du den Schlüssel verlierst, dann ist es unbrauchbar.

Backups verschlüsseln und aufbewahren

Ein Backup enthält Zugangsdaten, Nutzer und manchmal Kundendaten. Speichere es verschlüsselt und beschränke den Zugriff. Bewahre die Schlüssel getrennt auf, etwa im Passwort-Manager, siehe Passwort-Manager, Passkeys und 2FA. Lösche alte Versionen nach festen Regeln und halte datenschutzrechtliche Fristen ein. Ein Backup, das jeder lesen kann, ist ein Sicherheitsrisiko.

  • Verschlüsseln
  • Schlüssel getrennt
  • Zugriff beschränken
  • Alte Versionen löschen

🔒 Backups enthalten sensible Daten

Eine Sicherung enthält Nutzer, Zugangsdaten und Inhalte. Speichere sie verschlüsselt, begrenze den Zugriff und lege sie nie in öffentliche Ordner.

Wenn du Zweifel hast, dann teste die Wiederherstellung. Wenn sie klappt, dann dokumentiere den Ablauf.

Wiederherstellung testen

Ein Backup ist erst dann ein Backup, wenn du es erfolgreich zurückgespielt hast. Richte eine Testumgebung ein, importiere die Datenbank, kopiere die Dateien und prüfe, ob die Seite läuft. Wiederhole den Test mindestens einmal pro Jahr.

  • Testumgebung einrichten
  • Datenbank importieren
  • Seite prüfen
  • Jährlich wiederholen

Konfigurationsdateien beachten

Dateien wie die Konfiguration der Seite enthalten Datenbankpasswörter. Sichere sie, lege sie aber nie in öffentliche Ordner und teile sie nicht per E-Mail.

  • Getrennt sichern
  • Nicht öffentlich ablegen
  • Nicht per Mail senden
  • Passwörter wechseln bei Verdacht

Große Upload-Ordner

Bilder und Dokumente machen oft den größten Teil des Backups aus. Sichere sie inkrementell, also nur Neues und Geändertes. Mit Werkzeugen aus Ordner synchronisieren ohne Cloud lässt sich das automatisieren.

  • Inkrementell sichern
  • Werkzeuge nutzen
  • Speicher planen
  • Aufräumen

Domain und E-Mail nicht vergessen

Notiere die DNS-Einträge deiner Domain und die Einstellungen deiner Postfächer. Nach einem Anbieterwechsel oder Ausfall sparst du so viel Zeit. Lege die Notizen in deinem Backup-Ordner ab.

  • DNS-Zone notieren
  • Postfächer dokumentieren
  • Zugangsdaten sicher
  • Verlängerungen im Kalender

Notfallplan aufschreiben

Schreibe auf, wer im Notfall was tut: Hoster kontaktieren, Backup holen, Domain prüfen, Seite wiederherstellen. Ein kurzer Plan spart in der Stresssituation Zeit.

  • Schritte notieren
  • Kontakte sammeln
  • Zeitrahmen schätzen
  • Plan ausdrucken

Vor Updates sichern

Erstelle vor jedem Update oder größeren Umbau ein frisches Backup. So kannst du zurück, wenn etwas schiefgeht. Lege eine Beschriftung mit Datum und Anlass fest.

  • Backup vor Update
  • Datum im Namen
  • Anlass notieren
  • Rollback planen

Besonderheiten bei Shops und Formularen

Bei Shops, Anmeldungen und Formularen ändern sich Daten laufend. Sichere die Datenbank öfter, bei hohem Umsatz mehrmals täglich, und beachte, dass Bestellungen zwischen Sicherung und Ausfall verloren gehen können.

  • Häufiger sichern
  • Bestellungen prüfen
  • Protokolle aufbewahren
  • Datenschutz beachten

Speicherbedarf und Kosten

Rechne den Speicherbedarf aus Größe pro Backup mal Zahl der Versionen. Komprimierung und inkrementelle Sicherungen sparen Platz. Prüfe Speicherpreise und Traffic-Limits deines Anbieters.

  • Bedarf berechnen
  • Komprimieren
  • Inkrementell
  • Kosten vergleichen

Dokumentation führen

Halte in einer Textdatei fest, welche Version von Software und PHP du nutzt, welche Plugins aktiv sind und welche Besonderheiten die Seite hat. Bei der Wiederherstellung brauchst du diese Angaben.

  • Versionen notieren
  • Plugins listen
  • Besonderheiten festhalten
  • Datei sichern

Wenn du die Seite abschaltest

Sichere vor dem Abschalten eine letzte vollständige Kopie, prüfe Aufbewahrungspflichten und lösche personenbezogene Daten nach Ablauf der Fristen. Sicherungen enthalten diese Daten ebenfalls.

  • Letzte Kopie
  • Fristen prüfen
  • Daten löschen
  • Domain behalten oder kündigen

Was diese Sicherung nicht leistet

  • Ein Backup schützt nicht vor jedem Fehler.
  • Es ersetzt keine Sicherheitsmaßnahmen.
  • Dieser Beitrag nennt keine Programme im Detail.
  • Funktionen unterscheiden sich je nach Hoster.

Wenn es nicht klappt: typische Stolperfallen

Der Datenbank-Import bricht ab

Das siehst du: Beim Einspielen der SQL-Datei erscheint eine Fehlermeldung oder der Vorgang stoppt.

Mögliche Ursache: Die Datei ist zu groß, der Zeichensatz stimmt nicht oder der Server begrenzt die Laufzeit.

So löst du es: Teile die Datei in Teile, importiere über die Kommandozeile oder ein Importwerkzeug des Hosters, wähle UTF-8 als Zeichensatz und erhöhe bei Bedarf Upload- und Laufzeitgrenzen oder bitte den Support um Hilfe.

Umlaute sind nach der Wiederherstellung kaputt

Das siehst du: Texte auf der wiederhergestellten Seite zeigen seltsame Zeichen statt der richtigen Umlaute.

Mögliche Ursache: Beim Export oder Import wurde ein falscher Zeichensatz verwendet.

So löst du es: Importiere erneut mit dem passenden Zeichensatz, vergleiche die Einstellung der Datenbank mit der Quelle und prüfe, ob die Konfiguration der Seite denselben Zeichensatz nutzt, bevor du die Seite wieder freigibst.

Die Seite zeigt nach der Wiederherstellung Fehler

Das siehst du: Nach dem Zurückspielen erscheint eine Datenbankfehlermeldung oder eine leere Seite.

Mögliche Ursache: Zugangsdaten, Datenbankname oder Präfix passen nicht zur Konfiguration.

So löst du es: Prüfe in der Konfigurationsdatei Datenbankname, Benutzer, Passwort und Server, achte auf das Tabellenpräfix und stelle die Dateirechte wie beim Original ein. Lies die Fehlerprotokolle des Hosters.

Das Backup ist unvollständig

Das siehst du: Im Archiv fehlen Dateien oder die Größe wirkt viel zu klein.

Mögliche Ursache: Die Übertragung wurde unterbrochen oder Berechtigungen verhinderten das Kopieren.

So löst du es: Wiederhole die Übertragung mit stabiler Verbindung, prüfe Dateizahl und Größe, nutze ein Archiv direkt auf dem Server und vergleiche Stichproben, bevor du alte Backups löschst.

Das automatische Backup läuft nicht mehr

Das siehst du: Im Zielordner liegen seit mehreren Wochen keine neuen Sicherungen mehr und niemand hat es bemerkt.

Mögliche Ursache: Der Zeitplan wurde deaktiviert, der Speicher ist voll oder die Zugangsdaten sind abgelaufen.

So löst du es: Prüfe Zeitplan, freien Speicher und Zugangsdaten des Ziels, erneuere abgelaufene Schlüssel, starte ein manuelles Backup und aktiviere Fehlermeldungen per E-Mail, damit du künftig sofort informiert wirst.

Häufige Fragen

Reicht das Backup meines Hosters?

Es hilft, ersetzt aber keine eigene, getrennte Kopie.

Wie oft soll ich sichern?

Bei seltenen Änderungen wöchentlich, bei Shops und Formularen täglich oder öfter.

Was muss ich sichern?

Dateien, Datenbank, Konfiguration und Notizen zu DNS und Einstellungen.

Wo speichere ich das Backup?

Außerhalb des Webspaces, zum Beispiel in einem Cloud-Speicher oder auf einem eigenen Gerät.

Wie teste ich ein Backup?

Spiele es in einer Testumgebung ein und prüfe, ob die Seite läuft.

Daten sicher und griffbereit

Für lokale Backups und große Datenmengen plane Speicher und Rechner im PC-Konfigurator.

Zum PC-Konfigurator Backup-Strategie für den PC Cloud-Speicher vergleichen

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